In der ersten Kurve von Runde neun war für Tiago Monteiro das Rennen in Indianapolis schon zu Ende. Wieder einmal war ein Midland-Fahrer mit einem Super Aguri kollidiert und wurde unschuldig aus dem Rennen geworfen. Nach einem ähnlichen Unfall in Imola zwischen dem mittlerweile entlassenen Super Aguri-Piloten Yuji Ide mit Monteiros Teamkollegen Christijan Albers war der Portugiese alles andere als gelassen.

"Schon zwei Mal in dieser Sasion wollte einer der Super Aguri das Rennen in der ersten Runde gewinnen, und das funktioniert eben einfach nicht," schimpfte Monteiro gegenüber Autosport. "Ein Rennen geht über so viele Runden, aber die gehen einfach immer ein viel zu hohes Risiko ein. Jetzt waren sowohl er (Sato) als auch ich aus dem Rennen. Das ist absolut lächerlich." Durch die hohe Ausfallquote beim Grand Prix der USA wären, hätte der Midland das Rennen beendet, vielleicht sogar Punkte möglich gewesen, eine Tatsache, die Monteiro besonders sauer aufstößt.

"Die Bridgestone-Reifen haben hier sehr gut funktioniert und ich mag diese Strecke sehr," so der 29-jährige weiter. "Wir waren hier letztes Jahr schon sehr gut und mein Ziel waren dieses Mal Punkte. Eine verlorene Chance." Ganz anders sieht aber Sato die Schuldfrage und gibt sich zum großen unschuldig an dem Crash. "Ich war nur mit dem halben Auto auf der Innenseite seines Autos, aber leider hat er am Bremspunkt einfach eingelenkt," verteidigt sich der Japaner. Ich musste dann leider über den Randstein fahren um einen Unfall zu vermeiden und dann wurde das Auto ausgehoben." Monteiro hätte doch gewusst, dass er da war, meinte Sato und wenn er ihm genügend Platz gelassen hätte, wäre in Kurve zwei innen gewesen und beide hätten weiterfahren können.