Michael Schumacher und Fernando Alonso wechseln sich mit ihren Aussagen geradezu ab. Vor dem Rennwochenende zeigte sich der Ex-Champion optimistisch "gute Siegchancen" zu besitzen. Nach dem Freien Training betonte er jedoch, dass man "zu langsam" sei. Die Bridgestone-Reifen arbeiteten am Freitag noch nicht im richtigen Fenster.
Fernando Alonso ließ sich dadurch nicht von seiner Meinung abbringen. Der Spanier sagte schon vor dem Wochenende: "Ferrari sind die Favoriten." Das sieht er auch nach den beiden Freien Trainings so. "Sie haben heute nicht 100% gezeigt und werden das Auto morgen sicher noch verbessern", verriet er gegenüber motorsport-magazin.com-Redakteur Juha Päätalo. "Sie waren heute vielleicht absichtlich zu langsam und haben etwas mit uns gespielt."
Als Begründung für seine These führte er das starke Abschneiden von Williams an. "Bei ihnen waren die Bridgestone-Reifen schnell, also sollte es nicht an den Reifen liegen. Im Qualifying wird Ferrari garantiert wieder ein starker Gegner sein."
Die Ränge 15 und 22 für Michael Schumacher und Felipe Massa waren also keine Erleichterung für den Spanier. "Am Freitag schauen wir sowieso nie auf die Rundenzeiten", sagte Alonso. "Diesmal scheint es ohnehin noch schwieriger zu sein herauszulesen wer schnell ist."
Seine Gegner teilt er dabei nach der Stärke ihrer Arbeitsgeräte ein. "Ich schätze meine Rivalen nach ihren Autos ein. Im letzten Jahr habe ich mehr nach McLaren geschaut, in diesem Jahr ist Ferrari unser größter Gegner - aber nicht Michael oder Kimi. Sie haben ein schnelles Auto und keine mechanischen Probleme; es wird also ein harter Kampf. So lange sie ihre Rennen beenden, holen sie auch immer viele Punkte. Deshalb ist es schwierig einen Vorsprung herauszufahren, aber momentan schlagen wir uns gut und deswegen mache ich mir keine Sorgen. Schlechter wäre es, wenn Ferrari die Lücke schließen könnte."
Damit dies nicht gelingt, hat er sich eine Aufbesserung seiner Nordamerika-Bilanz auf die gelb-blauen Fahnen geschrieben. "Ich stand hier noch nie auf dem Podium und bin auch in Indianapolis noch nie ins Ziel gekommen: Es ist also Zeit daran etwas zu ändern", kündigte er an. "In diesem Jahr habe ich dank eines fantastischen Autos die Möglichkeit dazu."
Dieses Auto lasse sich "schön" fahren und genieße sein volles Vertrauen. "Wir mussten seit Saisonbeginn nicht viel am Auto verändern, da ich mich auf Anhieb wohl gefühlt habe. Von Rennen zu Rennen bekommen wir neue Teile und steigt mein Vertrauen ins Auto. Das Auto ist normalerweise auf allen Strecke sofort gut und ich genieße es damit zu fahren." Dieser Genuss brachte ihm bislang fünf Saisonsiege und drei zweite Plätze ein. So lässt macht Formel 1 Spaß...



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