Halbzeit ist Fazitzeit in der Formel 1 - auch für Ralf Schumacher: "Wir waren bislang bei der Pace ganz gut dabei und in so fern ist die Saison bisher zufrieden stellend verlaufen", bilanzierte der Toyota-Pilot vor dem neunten Saisonlauf in Montreal. "Wir hatten das viertschnellste Auto im Feld und das ist bei der aktuellen Leistungsdichte nicht schlecht. Leider konnten wir nicht immer das bestmögliche Ergebnis erzielen, aber auch das wird sich irgendwann ändern."
Ganz zufrieden kann Ralf aber nicht sein. "Das letzte Jahr war für uns überraschend gut", erinnert er, "dadurch wurde die Erwartungshaltung aber fast unrealistisch hoch gesteckt." Die Rückschläge zu Saisonbeginn haben ihn aber nicht allzu sehr mitgenommen. "Es kann eben manchmal länger dauern, als man es gerne hätte - das habe ich bei meinem vorherigen Team gelernt und da geht es ja immer noch nicht weiter..."
Für einen mehrfachen GP-Sieger gibt es sicherlich "schönere Dinge" als Hinterherzufahren. "Ich würde natürlich lieber jedes Rennen gewinnen", schmunzelt Ralf. "Deshalb gibt es natürlich manchmal Momente, in denen man nicht ganz glücklich ist. Andererseits ist es ein großer Motivationsschub, wenn man nach einem schwierigen Wochenende einige Konkurrenten hinter sich gelassen hat. Da kann man sich genauso drüber freuen wie über einen Sieg oder eine Pole Position. Man muss immer auf die Situation achten."
Diese soll sich demnächst verbessern. "Es wird noch ein paar Rennen dauern, aber dann werden sicherlich größere Schritte zu sehen sein", kündigt er an. "Man muss einfach Geduld haben und realistisch bleiben. Wir hatten einen schwierigen Beginn und es gibt noch viel zu tun - leider geht das nicht immer so schnell wie erwünscht. Die anderen entwickeln schließlich auch weiter."
In Montreal erwartet er deshalb das übliche Bild: "Wir können hoffentlich im Qualifying wieder zwischen 6 und 8 stehen und dann im Rennen Punkte holen. Eine Platzierung in den vorderen Punkterängen ist realistisch."



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