Innerhalb einer Woche stehen in Montreal und Indianapolis gleich zwei High-Speed-Rennen auf dem Programm. Für die Achtzylinder wird dies eine der schwierigsten Herausforderungen des Jahres.
"In Kombination wird es sicherlich die höchste Belastung sein", stimmt BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen unserer These zu. "Und zwar beim Drehzahl- und Volllastprofil. Andere Belastungsarten wie extreme Temperaturen werden auf anderen Strecken mehr gefordert. Beim Volllastanteil dürfte die Kombination Montreal/Indy aber nur schwer zu schlagen sein."
Die Referenzstrecke für die Motoren ist und bleibt aber Monza. "Silverstone liegt vielleicht etwas über dem Durchschnitt, ist aber nicht ganz vorne einzuordnen", erklärt uns der BMW-Motorsportdirektor. "Monza ist aber nach wie vor die Referenzstrecke für die Motoren. Aber auch Indianapolis ist weit oben angesiedelt, dort fahren wir im Oval über 20 Sekunden Dauervollgas. Selbst Montreal stellt höhere Anforderungen als Silverstone."
Trotz dieser Gemeinsamkeiten bei den Top-Speeds, sind Montreal und Indy zwei von Grund auf verschiedene Rennstrecken. "Montreal ist eine schnelle Strecke. Indy ist eine Kombination aus einem langsamen Infield und einem sehr schnellen Ovalteil", erläutert Theissen. "Hoffentlich können wir da genauso gut aussehen."
Was aber macht den Circuit Gilles Villeneuve auf der Chassisseite aus? "Die aerodynamische Effizienz ist wichtig, da es sehr lange Geraden gibt", betont Williams-Tester Alexander Wurz im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Die Bremsen sind bekanntlich sehr wichtig. Aber es wird auch wieder sehr stark auf den Grip und die Reifenwahl ankommen. Gerade in Montreal verbessert sich die Strecke, wenn im Laufe des Wochenendes mehr und mehr Gummi liegt. Das wird sicherlich eine Rolle spielen."
Eine Wiederholung des Reifendebakels von 2005 droht der F1-Welt laut Wurz aber keinesfalls. "Nein, beide Reifenfirmen sind perfekt vorbereitet", ist er sich sicher. Weniger sicher ist er sich bei seiner Prognose für die beiden Nordamerikaläufe. "Es lässt sich nur schwer sagen, wem die Strecke besser liegen wird. Die Reifen können schnell einmal ein, zwei Zehntel Unterschied ausmachen. Aber im Vorhinein lässt sich das nicht sagen."



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