Das erste Qualifying zum 24h-Rennen Nürburgring wurde zu einer sehr unruhigen Session, bei der zahlreiche Zwischenfälle und starke Niederschläge am Ende nur kurze Zeitfenster für Zeitenjagden ermöglichten. Sobald es soweit war, konnte Max Verstappen wieder für Aufsehen sorgen, ehe er seinen Teamkollegen das Steuer überließ. Die Bestzeit sicherte sich ein anderer Mercedes-AMG GT3, während Verstappens Zeit für P3 reichte.
Das Ergebnis: Fabian Schiller im #80-Mercedes von Team Ravenol (Engel/Stolz/Schiller/Martin) sorgte in der ersten Trainingssession des Wochenendes, die als Qualifying bezeichnet wird, mit einer Zeit von 8:14,957 für die schnellste Umrundung der 25,378-Kilometer langen Strecke.
Den zweiten Platz belegte Raffaele Marciello im #1-BMW von ROWE Racing (Farfus/Marciello/Pepper/K. van der Linde) mit 3,112 Sekunden Rückstand. Beide nutzten ein kurzes Zeitfenster zwischen einer Code-60-Phase und einem Regen- und Hagelschauer am Ende der Session für ihre schnellsten Zeiten. Bereits während der ersten Stunde hatte Max Verstappen in seinem Mercedes-AMG GT3 #3 von Winward (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) mit einer 8:18,539 für die drittschnellste Zeit der Session gesorgt. P4 ging an den #99-ROWE-BMW (Harper/Hesse/S. Van der Linde/D. Vanthoor) vor dem #911-Manthey-Porsche (Estre/Güven/Preining/Campbell).
Auf den Plätzen P6 bis P10 sortierten sich der #130-Red-Bull-Abt-Lamborghini (Mapelli/Catsburg/Yelloly), der #77-Schubert-BMW (Wittmann/Eng/Weerts/Frijns), der #64-HRT-Ford (Maini/Scherer/D. Schumacher/Stippler), der #16-Scherer-Audi (Haase/Sims/Green) und der #17-Dunlop-Porsche (Andlauer/Boccolacci/Menzel/Picariello) ein.
Feuerunfall auf der GP-Strecke: Strafe nach schwerem Streckmoment
Die Zwischenfälle: Schon wenige Minuten nach dem Beginn der Session leistete sich Ricardo Feller im #24-Porsche von Lionspeed GP (Heinrich/L. Vanthoor/Feller) auf seiner ersten Runde zwischen Metzgesfeld und Kallenhard einen schweren Einschlag, der eine längere Code-60-Phase zur Folge hatte. Feller sprach davon, dass er auf einer feuchten Stelle ausgerutscht war und anschließend auf der ebenfalls noch nassen Wiese nicht die Kontrolle über das Auto wiedererlangen konnte.
Für eine große Schrecksekunde sorgte beim ersten 24h-Qualifying kurz nach dem Schumacher-S ein Zwischenfall zwischen den beiden Cup-Porsches #900 von Black Falcon (Hardt/Hites Michelson/Koslowski/Meijer) und der #146 von GITI Tires (Schreiner/Schall/Halder/Wohlwend).
Alexander Hardt in der #900 blieb nach einem Zwischenfall nach dem Aussteigen wenige Meter neben dem Streckenrand im Kies stehen, ehe sein gestrandetes Auto von der #146 mit Janina Schall am Steuer getroffen wurde. Beide involvierten Fahrer blieben unverletzt, aber der #900-Porsche brannte anschließend. Hardt erhielt anschließend eine Geldstrafe, da er die Sicherheits-Regeln verletzt hatte.
Eine weitere Gefahrenzone wurde kurze Zeit später ausgelöst, da der #67 HRT-Ford (Olsen/Mies/Vervisch/Stippler) mit Christopher Mies am Steuer nach einem technischen Problem in Schwedenkreuz für eine Ölspur gesorgt hatte. Diese Serie an Zwischenfällen hatten zur Folge, dass aufgrund der dadurch ausgelösten Code-60-Zonen erst beinahe eine Stunde nach dem Beginn der Session die ersten repräsentativen Rundenzeiten gesetzt werden konnten.
Neben diesen größeren Zwischenfällen ging es in der ersten Stunde bereits turbulent zu mit einer Reihe an Drehern. Ein technisches Problem gab es am Lamborghini Huracan GT3 #7 von Konrad Motorsport (Stalidzane/Paul/Engelhart/Lefterov), der an der Box starke Rauchentwicklung aufwies. Allerdings handelte es sich um kein schwerwiegendes Problem, denn nur kurze Zeit später fuhr das Auto wieder und leistete sich übrigens auch einen Dreher in Turn 1.
Kurz nachdem sich das kurze Fenster öffnete, in dem repräsentative Zeiten gesetzt wurden, schloss sich dieses wieder zwischenzeitlich. Denn ein vor Klostertal gestrandeter VW Golf 7 aus der SP 3T-Klasse (#321 sharky-racing-com; Mache/Brink/Rosenbach/Primke) sorgte nach einem vermutlich technischen Defekt für einen weiteren Code 60. Während der letzten 35 Minuten eskalierte das Wetter in der Eifel. Starker Regen ging in den letzten Minuten in einen Hagelschauer über.
Während der gesamten Session wurden zahlreiche Autos aufgrund des Ignorierens von Code-60-Phasen mit Strafen für das Rennen belegt, die in der Regel die Form einer 30-Sekunden-Strafe nach der ersten Runde oder einer Stopp-and-Go-Strafe annahmen. Allerdings betraf keine dieser Strafen ein gesamtsiegfähiges Topauto.



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