Mit den beiden Nordamerikarennen in Montreal und Indianapolis stehen der F1 zwei weitere High-Speed-Strecken ins Haus. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen blickte dem Rennen deshalb schon in Silverstone positiv entgegen. Schließlich lag den Weiß-Blauen der Hochgeschwindigkeitskurs auf der grünen Insel sehr. Nicht zuletzt dank ihres neuen Aerodynamikpakets, das viele Experten als äußerst "flexibel" einschätzten.

Bei Toyota setzte man derweil noch immer auf ein herkömmliches Flügelwerk. Dies könnte sich jedoch bald ändern. Zwar outete sich Ralf Schumacher bisher nicht gerade als Freund flexibler Flügel, aber Tests mit diesen gestand er dennoch ein. "Wir planen ein interessantes Aerodynamikupdate für Kanada und freuen uns darauf es auszuprobieren", deutete auch Chassischef Pascal Vasselon eine Entwicklung in dieser Richtung an.

Dagegen spricht allerdings eine Aussage von Ralf Schumacher, der nach dem Monza-Test in dieser Woche betonte: "Ich wollte eigentlich noch einige neue Heckflügelvarianten ausprobieren, aber das müssen wir auf einen späteren Test verschieben." Zumindest beim Frontflügel könnte es in Montreal aber dennoch flexibel zugehen...

"Zuletzt hatten wir keine besonders guten Resultate", gesteht Ralf ein, "aber wir werden uns weiter verbessern." Der TF106B habe einen weiteren Fortschritt gemacht und man arbeite daran, das erwünschte Niveau zu erreichen. Auf der mechanischen Seite habe man dies mit der Einführung der B-Version bereits erreicht und die Reifen hätten sich ebenfalls gesteigert. "Wir sind auf dem richtigen Weg." Mit dieser Performance müsse man jetzt nur noch "bessere Ergebnisse" einfahren.

Anfangen möchte er damit in Montreal. "Ich hatte hier in der Vergangenheit schon immer gute Ergebnisse - unter anderem meinen Sieg vor fünf Jahren. Also hoffe ich auch diesmal punkten zu können."

Das gleiche Ziel verfolgt Jarno Trulli, der in dieser Saison noch ganz ohne WM-Zähler dasteht. "Bislang war die Saison für mich alles andere als erfolgreich", rümpft er die Nase. "Das Auto ist gut, aber ich hatte viel Pech. So läuft es eben manchmal im Motorsport - man muss einfach geduldig bleiben und hoffen am Ende zu bekommen, was man verdient hat."