Wer Nick Heidfeld nach seiner Lieblingsstrecke fragt, darf mit einer zweigeteilten Antwort rechnen: "Suzuka ist meine Lieblingsstrecke, aber gleich danach kommt Monaco." Dort sei zwar das Risiko ungleich höher als auf allen anderen Strecken, "aber auch der Spaßfaktor ist viel größer".

"Man kann die Strecke mit keiner anderen vergleichen. Es ist eine große Herausforderung keinen Fehler zu machen, aber gleichzeitig bis ans Limit zu gehen und die komplette Breite der Straße auszunutzen", sagt der BMW Sauber-Pilot. "Die Strecke ist holprig, hängt teilweise und ist einfach außergewöhnlich."

Durch die neuen V8-Motoren wird sich das Fahrerlebnis im Fürstentum nur bedingt verändern. "Es wird wie auf den anderen Strecken auch sein: Der Tunnel sollte jetzt einfacher mit Vollgas zu fahren sein. Die Autos sind beim Grip, den Reifen und der Aerodynamik besser; also werden die Kurvengeschwindigkeiten wohl auch hier größer werden. Allerdings haben wir weniger Top-Speed als im letzten Jahr." Die 300er Marke wird man laut Nick nicht mehr durchbrechen.

Ein großes Thema ist vor dem ersten KO-Qualifying in den Straßen von Monaco die Strategie - und zwar für die Qualifikation. "Selbst wenn man den Spiegel beobachtet, sieht man das Auto kaum hinter dir. Nach vorne ist es wegen der Leitplanken das gleiche", nennt Nick eines der Probleme im Leitplankendschungel. "Wenn es einen Abflug gibt, ist die Strecke außerdem schnell einmal blockiert. Das Qualifying wird also besonders spannend."

Entsprechend kann er sich schon vorstellen, dass einige Teams sich eine "besondere Strategie" für das Qualifying einfallen lassen. "Entweder man geht früher raus oder bleibt länger draußen, um einmal eine freie Runde zu erwischen", prognostiziert er. Auch das Aufheizen der Reifen könnte ein Thema werden. Nämlich dann, wenn der Fahrer die Pneus auf der kurzen Aufwärmrunde wegen viel Verkehr nicht auf Temperatur bringen kann.