Es ist immer schön, wenn F1-Fahrer und Teams etwas an die Fans zurückgeben. Beim Europa GP gab es dafür einige schöne Beispiele. Wie in den vorherigen Jahren hatte der Nürburgring ein Gewinnspiel veranstaltet und einige Fahrten in Straßenwagen verlost. Es gibt immer eine freundschaftliche Konkurrenz zwischen den Fahrern. Die McLaren-Fahrer hatten topaktuelle AMG-Modelle, die Renault-Jungs sportliche Meganes. Umso weiter man im Feld nach hinten gelangte, umso kleiner wurden die Autos: Die Toro Rossos fuhren mit kleinen VW Polos!

Heikki Kovalainen hatte viel Spaß mit der Handbremse und rauchenden Reifen, aber alle anderen waren ziemlich zurückhaltend. Im letzten Jahr vollzogen die Williams-Fahrer Donuts mit ihren BMW M5, aber in diesem Jahr wurde ihnen offensichtlich gesagt die Autos sorgfältiger zu behandeln!

BMW stellte am Nürburgring seinen Pit Lane Park vor. Das ist eine tolle Sache für die Fans. Es ist ein kleiner Freizeitpark mit einer 90 m langen Strecke für Demo-Fahrten eines F1 und Formel BMW Boliden. Außerdem wurde eine Boxengarage nachgebaut. In dieser Arena können bis zu 15.000 Fans Unterschlupf finden - sie ist riesig. BMW-Partner Intel hat Computer und Simulatoren aufgestellt, um die technischen Aspekte der Autos zu erklären. Man kann etwa lernen wie die Aerodynamik funktioniert. Man kann aber auch echte Reifen anfassen, sich hinter das Lenkrad setzen, einen Motor ansehen, ein Fotos in einem Cockpit machen lassen und an einem Boxenstopp-Wettbewerb teilnehmen.

Der Paddock ist für die Öffentlichkeit außer Reichweite, aber auf diese Weise können sie trotzdem nah an die Autos herankommen. Die Paddock Club Gäste mögen so etwas vielleicht schon einmal gesehen haben, aber dies ist für die hart arbeitende Bevölkerung, die viel Geld für ein Ticket ausgibt. Ich empfehle allen Fans sich den Pit Lane Park einmal anzusehen.

Normalerweise kritisiere ich nur ungern einzelne Teams, aber die Siegesfeier von Ferrari war nicht gerade berauschend. Ich verstehe, das sie glücklich waren, aber es lief alles etwas aus dem Ruder als sie die temporären Zäune am Parc Fermé niederrissen. Diese Absperrung hat einen Sinn: Sie soll die Autos für den FIA-Check abgrenzen. Wir Fotografen respektieren das. Einige von uns klettern an der Boxenmauer Leitern hinauf, aber wir bleiben innerhalb der Absperrung. Sobald die Autos sicher entfernt wurden, entfernen sie die Absperrungen und die Teams dürfen durch. Aber die Ferrari-Mechaniker gingen einfach hindurch und die Streckenposten mussten sie zurückhalten. Sie waren wie eine Meute ohne Respekt vor der FIA.

Barcelona - Alonso-Land

Beim Spanien GP drehte sich alles um Fernando Alonso. Es ist unglaublich wie er mit dem Druck umgeht - ja, er mag bereits Weltmeister sein, aber wenn 131.000 Fans von dir einen Sieg erwarten, muss man damit erst einmal klar kommen. Die F1 hat in Spanien wegen Alonso abgehoben und die Atmosphäre erinnerte mich an Silverstone zu Zeiten eines Nigel Mansell.

Hollywood-Star Owen Wilson besuchte den Paddock von Barcelona um seinen neuen Film Cars zu promoten. Er sollte einen Fototermin mit Michael Schumacher wahrnehmen, aber dieser wurde abgesagt - wahrscheinlich weil die Verbindung zu Marlboro für einen Kinderfilm nicht gepasst hätte.

Ich hatte kein Problem damit, da ich kurz darauf eine SMS von Super Aguri erhielt: "Er kommt in unsere Box, also komm hierher und wir können einige tolle Bilder machen." Wir fotografierten ihn mit Takuma Sato vor einem der Autos, mit Aguri Suzuki und dann bei einem TV-Interview mit Fuji TV. Danach schlugen die Mechaniker vor, dass wir ihn in das Auto setzen sollten. Es war kein Sitz im Auto (was gut war, da die Sitze speziell für die Fahrer angefertigt werden) und er sprang direkt rein. Das gesamte Team stellte sich außen herum und wir konnten ein tolles Bild von allen machen.

Am Samstag kamen alle im Vodafone-Motorhome zusammen, um das FA Cup Finale anzusehen. Es gab Fans beider Teams und somit eine tolle Stimmung und viel Emotionen. Im Sommer wird es bei der Fußball WM zu ähnlichen Szenen kommen.