Bei zwei Reifenmarken gebe es zu viele Unklarheiten und die Reifen würden durch den intensiven Wettkampf sowohl den Wettbewerb verzerren als auch die Kosten explodieren lassen. Mit diesen Argumenten stimmen die Befürworter eines Einheitsreifens gegen einen Reifenwettbewerb.
Wer aber glaubt, dass mit einem Einheitsreifen alle Probleme beseitigt wären, der irrt sich gewaltig. Flavio Briatore und Honda-Technikboss Geoff Willis befürchten unfaire Vorteile für Ferrari, sollte Bridgestone die Rolle des Reifenmonopolisten erhalten.
>"Ich denke, was die FIA und Bridgestone tun müssen ist, die Mischungen und die Konstruktion der Reifen total zu verändern", forderte Briatore ungeachtet der dadurch entstehenden Kosten. "Ich finde, es ist nicht fair einigen Teams einen Vorteil zu verschaffen - wer auch immer diese Teams sind. Es ist mir egal, ob es nur Ferrari ist. Meiner Meinung nach brauchen wir alle die gleichen Chancen um unseren Job zu erledigen."
Geoffrey Willis unterstützt den Italiener. "Es ist ein Problem", verriet er Autosport. "Es wird einen großen Vorteil für jene Leute geben, die bereits mit diesem Reifenhersteller zusammenarbeiten." Aus diesem Grund würde man ab 2008 auf andere Reifen setzen; sprich auf die Rückkehr zu Slicks. "Nur wenn niemand den Reifen vorher schon gesehen hat, kann es fair sein."
Sollten die Michelin-Teams im nächsten Jahr alle mit den gleichen Bridgestone-Reifen wie in dieser Saison antreten müssen, würde ihnen "sicherlich" ein Nachteil drohen. Dies war einer der Gründe dafür, dass Williams und Toyota bereits im letzten Winter die Reifenmarke gewechselt haben.
Zumindest einen Vorteil erhofft sich Willis: Vor einigen Jahren arbeitete das Team noch mit Bridgestone zusammen. "Wir kennen bereits einige Leute bei Bridgestone. Dies sollte eine steile Lernkurve ermöglichen." Begeistert waren die Japaner über den Wechsel von Honda zu Michelin seinerzeit allerdings nicht...



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