Es ist ein enger Kampf um die diesjährige WM-Krone zwischen den beiden Hauptprotagonisten Fernando Alonso und Michael Schumacher, die sich die Siege unter sich aufzuteilen scheinen. Nach zwei Siegen in Folge für Schumacher in Imola und am Nürburgring, als Alonso jeweils Zweiter wurde, war die Reigenfolge in Barcelona am vergangenen Sonntag umgekehrt. Ein Ergebnis, das bei dem Deutschen zwar eine gewisse Enttäuschung zur Folge hatte, der aber trotzdem guter Dinge bleibt für den weiteren Verlauf der Saison.

"Ich kann gut mit dem Ergebnis vom Sonntag leben, auch wenn ich mir vor dem Rennen mehr erhofft hatte", schreibt Schumacher auf seiner Homepage. "Aber so ist das im Sport nun mal, manchmal kommen die Dinge anders als man denkt, und das ist völlig in Ordnung so. Das genau ist ja das Schöne am Wettkampf."

Die Frage, warum die Ferrari die Leistungen aus den freien Trainings und vom Qualifying nicht auf das Rennen übertragen konnten, konnte der Rekord-Weltmeister bisher noch nicht beantworten. Dazu müssen erst sämtliche Daten genau ausgewertet werden und dafür war bisher noch keine Zeit. Eines konnte Schumacher aber definitiv sagen: Ferrari ist endgültig zurück an der Spitze und kann mit dem amtierenden Weltmeister-Team Renault mithalten. Einen ausschließlichen Zweikampf um die diesjährige Krone sieht der 37-jährige im Gegensatz zu vielen anderen aber nicht.

"Viele sagen, die WM wäre nun ein Zweikampf zwischen Fernando und mir, doch soweit möchte ich nicht gehen. Für diese Einschätzung ist es noch zu früh, ist die Meisterschaft noch zu lang," so Schumacher. "In der Formel 1 ändern sich die Dinge häufig sehr schnell, daher bleibe ich hier vorsichtig. Aber es ist im Endeffekt auch zweitrangig - wichtiger ist es, von Rennen zu Rennen die optimale Performance hinzubekommen. Wie man ja in Barcelona gesehen hat, können schon Kleinigkeiten den Ausschlag geben über Sieg und Niederlage."

Am 28. Mai steht nun der Grand Prix von Monaco, der Höhepunkt der Formel 1-Saison, auf dem Programm und Schumacher, der den Klassiker bereits fünf Mal gewinnen konnte, setzt alles daran, diesen Triumph auch ein sechstes Mal zu schaffen. Ab Mittwoch sitzt der Ferrari-Pilot deshalb in Maranello wieder im Cockpit um sich auf das Rennen vorzubreiten. "Man hat ja gesehen, wie wichtig permanente Weiterentwicklung ist", erklärt er. "Nur wenn man sich unermüdlich die letzten Erkenntnisse erarbeitet, bleibt man im WM-Kampf im Wettbewerb. Wir werden sicher nicht nachlassen."