Das Rennwochenende begann für Jacques Villeneuve gar nicht gut: Schon beim Abtransport vom Nürburgring wurde sein Motor beschädigt, so dass er mit einem neuen Aggregat antreten musste. Die folgerichtige Strafe: +10 Plätze in der Startaufstellung.

Aus diesem Grund gingen der Kanadier und sein Team das Qualifying mit einer anderen Strategie an: "Wir haben uns auf die Rennstrategie und das Rennsetup konzentriert", sagte er. Trotzdem hatte er mit "einem besseren Resultat" gerechnet.

Für das Rennen steht fest: "Es ist aber niemals einfach, von ganz hinten zu starten." Da er nichts mehr zu verlieren hat, erhält er für den Spanien GP nochmals ein frisches Aggregat. "Angesichts von Jacques' Startplatz in der letzten Reihe werden wir für ihn nochmals einen frischen Motor einbauen, um ihm für hier und den GP Monaco die besten Voraussetzungen zu geben", so BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Die größte Aufregung des Tages war sicherlich Villeneuves Abflug im Freien Training. "Fisichella hat mich geblockt und ich kam ihm sehr nahe, deshalb bin ich abgeflogen", erklärte der Ex-Weltmeister, der am letzuten Wochenende für ein ähnliches Vergehen im Qualifying bestraft wurde. "Ich weiß nicht, ob die FIA etwas gegen ihn unternehmen wird."