"I'm back!" Die britische Times legt Michael Schumacher die leicht abgewandelten Worte Arnold Schwarzeneggers in den grinsenden Mund. "Michael Schumacher hat sich im Titelrennen zurückgemeldet", fügte der Daily Mirror hinzu. "Umgeben von Spekulationen, er würde zurücktreten, hat der älteste Fahrer im Feld den Jungspunden gezeigt, dass der Alte noch Feuer unterm Hintern hat."

In Italien gab es nach dem ersten Saisonsieg der Scuderia einen wahren Flächenbrand im Blätterwald. Von der Kritik nach dem Australien GP ist nichts mehr zu finden. "Schumi entflammt Imola", jubilierte L'Arena. "Schumi einfach mythisch", titelte La Provincia di Como. Il Messaggero Veneto sah derweil "Grande Schumacher" in Imola "zu den Triumphen zurückkehren".

"Und los geht's! Schumi fantastico", schrieb die Gazzetta dello Sport. "Ferrari siegt wieder. Eine Lehrstunde von Maestro Michael. Schumi, ein Sprung in die Zukunft. Er greift an, fliegt davon und hält Alonso unter Kontrolle: Ja er kann noch siegen. Wenn halb Italien wegen des Ferrari-Triumphes halb verrückt wurde, dann verdanken wir das vor allem ihm."

Der Corriere della Sera sieht den Wiederauferstandenen unterdessen nicht altern: "Die anderen werden immer älter, er denkt nicht Mal dran. Das Phänomen Schumi betäubt Alonso." Das gleiche Thema griff La Stampa auf: "Der große, alte Mann. Im Kopf-an-Kopf-Rennen bändigt Schumi Alonso."

Selbst in Spanien musste El Mundo zugeben, dass sich Schumacher "vor heimischem Publikum die Beute nicht vom jungen Prinzen abjagen" ließ.

"Imola ist im Ferrari-Land und Schumacher nach wie vor der Regent. Der König schlug den anderen die Tür vor der Nase zu", interpretierte die dänische Jyllands-Posten den ersten Schumacher-Sieg seit Indy 2005. "Schumachers kindliche Freude war verständlich", ergänzte Ekstra Bladet. "Er zeigte Alonso und Renault, dass sie nicht mit so leichtem Spiel rechnen können wie letztes Jahr."

Auch in Frankreich sah L'Equipe "Schumacher, die Rückkehr". Liberation betonte, dass Schumacher nicht in Panik verfiel, als sich "Renault auf ihn stürzte". Laut Le Parisien schaffte er so "endlich seine Revanche".

"Eindrucksvoll, souverän und fehlerlos gewann Schumacher das Königsduell." So die Einschätzung der Schweizer Kollegen vom Blick. Noch euphorischer ging es in Österreich zu. "Die Kampfansage des großen Meisters", titelte der Kurier. "Schumi hüpft wieder", freuten sich die Salzburger Nachrichten mit dem siebenfachen Champion. Und die Kronenzeitung jubelte: "Kaiser Schumi Sieger im Königssprint der Formel 1."