Imola sei mehr als nur ein normaler Grand Prix, wurde Michael Schumacher zitiert, es sei ein Rennen, das nicht nur über die WM 2006, sondern vielleicht auch über seine eigene Zukunft mitentscheiden könnte. "Das stimmt nicht," sagte er jetzt zur Times. "Ich denke, wir haben immer noch eine sehr gut Chance um die Weltmeisterschaft mitzukämpfen, ganz besonders, da unser Auto sehr schnell ist und auch im Hinblick auf die Verbesserungen, die noch kommen." Vielleicht werde man etwas Glück brauchen, aber er hoffe, dass das bisherige Pech für den Rest des Jahres reiche.

Über einen Teamwechsel denke er überhaupt nicht nach, so der 37-jährige, sondern einzig und alleine, ob er bei Ferrari in der Formel 1 bleibe. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich bei der Farbe rot bleibe," sagte er. "Es gibt offenbar andere Optionen, aber zu diesem Zeitpunkt ziehe ich die nicht in Betracht. Warum sollte ich?" Er sei sehr glücklich bei Ferrari und es müsste schon sehr gute Gründe für einen Wechsel geben. Über das Auto beschwert er sich jedenfalls nicht, trotz der recht mühsamen letzten Rennen. "Ich kann da nicht nur an mich selbst denken, das ist viel komplexer," meint der Kerpener zu den Wechselgerüchten. "Es gibt da eine Menge anderer Faktoren, die sehr wichtig sind; zum Beispiel, ob das Team konkurrenzfähig ist und was sonst noch alles im Team los ist. Das muss man erst mal genau untersuchen."

Schumachers Manager Willi Weber hat erst vergangene Woche zugegeben, dass er Gespräche mit Renault Teamchef Flavio Briatore geführt habe, der Ferrari Teamchef Jean Todt kann über einen möglichen Wechsel zu den Franzosen aber nur lachen. "Das ist absoluter Blödsinn und so lächerlich, dass ich darauf gar nicht reagiere," sagte er zur Neue Züricher Zeitung. "Wir werden unsere Fahrerentscheidung dann bekannt geben, wenn wir wollen. Die Zeitungen werden uns da sicher nicht zu etwas drängen."

Michael Schumacher hat gesagt, dass er seine persönliche Entscheidung im Sommer verkünden würde, was seit Wochen zu jeder Menge Spekulationen einer möglichen Fahrerbesetzung für 2007 führt. Kimi Räikkönen, der angeblich bereits einen Vertrag unterschrieben hat und auch MotoGP-Champion Valentino Rossi werden als künftige Ferrari-Piloten gehandelt. Und dann ist da ja auch noch Felipe Massa, der erst drei Rennen für die Scuderia gefahren ist und den Jean Todt sehr schätzt. Vielleicht hätte man in Maranello ja ein zweites Team in Betracht ziehen sollen, Fahrer hätte man jedenfalls genügend.