Zum Grand Prix von San Marino reist du als Zweitplatzierter der WM-Wertung. Dürfen wir davon ausgehen, dass du dein Heimrennen sehr optimistisch angehen wirst?
Giancarlo Fisichella: Mit Sicherheit. Ich freue mich darauf, dass die Formel 1 nach Europa zurückkehrt und dass ich vor meinen italienischen Fans fahren kann. Ich bin körperlich fitter als je zuvor und fühle mich wirklich gut. Im Vergleich zur vergangenen Saison liege ich nach den ersten Saisonläufen in der Gesamtwertung in sehr guter Position. Mein Konto weist mehr Punkte auf und ich bin näher dran an der Spitze. Man könnte also sagen, dass die Dinge derzeit sehr gut aussehen.
Blicken wir noch einmal zurück auf den Grand Prix von Australien. Wie lautet dein Fazit?
Giancarlo Fisichella: Ich glaube, Melbourne war für alle Fahrer ein schwieriges Rennen - und ein aufregendes für alle Fans. Ich litt unter verschiedenen Problemen, die mich aber nicht daran hinderten, wertvolle Punkte einzufahren. Seitdem habe ich zweimal getestet und wir konnten die Ursachen für die Probleme eliminieren. Zudem fühlt sich der neue Motor, der nach den kommenden beiden Grands Prix sein Debüt feiern wird, leistungsmäßig sehr gut an. Wir verbessern uns ständig.
Welche Anforderungen stellt der Kurs in Imola?
Giancarlo Fisichella: Du brauchst ein Auto, das in allen Bereichen sehr gut funktioniert und das unter allen Bedingungen schnell ist. Es muss seinem Fahrer erlauben, Vertrauen in das Handling und die Reaktionen zu fassen. Außerdem brauchst du einen starken Motor und gute Reifen. Imola bietet einen Mix aus langsamen und schnellen Kurven. Zudem fahren wir sehr aggressiv über die Kerbs. Das Auto muss das aushalten können. Im vergangenen Jahr war der Renault R25 in Imola sehr schnell. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass der Renault R26 genauso gut funktionieren wird.
Was rechnest du dir für das Rennen aus?
Giancarlo Fisichella: Mein Ziel für jedes Rennen lautet, möglichst viele Punkte einzufahren. Ich denke, dass Renault derzeit über einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verfügt. Wir können daher gar nicht anders, als immer auf Sieg zu fahren. In meinem Heck kommt ein frischer Motor zum Einsatz, der in der neuen Spezifikation über etwas mehr Leistung verfügt. Allein deshalb rechne ich mir sehr gute Chancen aus. Wir unterschätzen unsere Gegner nicht, denn wir wissen, dass die Spitze sehr dicht beieinander liegt. Ich glaube aber, dass wir in Imola über ein siegfähiges Paket verfügen.

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