Die Anmeldung für die Formel 1-Saison 2008 liegt bei der FIA bereits vor, jetzt sieht sich Prodive-Chef David Richards aber mit erheblichen Problemen konfrontiert, sein ehrgeiziges Projekt zum Laufen zu bringen. Wie die Birmingham Post berichtet, hat der Gemeinderat von Solihull den Ausbauplänen der bestehenden Fabrik eine offizielle Absage erteilt. "Wir glauben, dass es den Autoverkehr erheblich verstärken wird, was unserer Politik wiederspricht, sich weniger auf Autos zu verlassen," sagte eine Sprecherin der Gemeinde.
In der neuen Fabrik sollen zwar keine Straßenfahrzeuge, sondern Formel 1-Autos gebaut werden, trotzdem, "wir haben abgelehnt weil wir das Gefühl haben dass das eine unangebrachte Nutzung eines Grüngürtels wäre. Bauten auf einem Grüngürtel müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und wir sehen diese nicht erfüllt." Dazu hat sich mittlerweile auch eine Gruppe lokaler Aktivisten, die sich die "Fulcrum Prodrive Action Group" nennt, ebenfalls an den Gemeinderat gewendet um des Bauvorhaben zu verhindern, obwohl Prodrive dadurch Hunderte neuer Jobs schaffen würde.
Chris Lewis, ein Mitglied des Rats, teilt nicht nur die Sorgen um ein höheres Verkehraufkommen sondern ist auch sicher, dass die Fabrik der Fauna der Gegend großen Schaden zufügen und ein schlechtes Beispiel für andere Vorhaben dieser Art setzen würde. "Auf der einen Seite spricht natürlich für das Projekt, dass 800 neue Arbeitsplätze geschaffen würden," sagte Lewis. "Die meisten dieser Job wären aber für Menschen mit einer ganz speziellen Ausbildung und Erfahrung, die es hier in der Gegend nicht gibt. Wir haben hier bereits Vollbeschäftigung, also läge darin für uns kein Vorteil."
Prodrive PR Manager Ben Sayer argumentiert, dass sich das Verkehrsaufkommen natürlich etwas erhöhen würde, weil es eben auch viel mehr Menschen geben würde, die zur Arbeit fahren. "Natürlich haben wir uns aber auch schon Gedanken darüber gemacht, wie man den Verkehr so gering wie möglich halten kann. Es ist eine Schande, dass es diese Widerstände gibt, ganz besonders, da eine Menge der Jobs für Menschen aus Solihull wären."

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