Die Verdächtigen: Max Mosley, FIA Präsident. Charlie Whiting, Sicherheitsdelegierter FIA. Peter Wright, FIA Technikchef. Tim Routsis, Cosworth-Chef. Alex Hitzinger, Chefingenieur Cosworth. Jean Todt, Teamchef Ferrari. Ross Brawn, Technischer Direktor Ferrari. Paolo Martinelli, Motorenchef Ferrari. Gilles Simon, Motoreningenieur Ferrari. Flavio Briatore, Teamchef Renault. Pat Symonds, Chefingenieur Renault. Rob White, Technischer Direktor Motor Renault.

Der Tatort: Maranello, Italien

Der Tatzeitpunkt: 24. März

Das Motiv: Ein informelles Meeting zur Festlegung des Motorenreglements ab der Saison 2008.

Der Plan: Die Vertreter des Weltverbandes sowie von Ferrari, Renault und Cosworth einigten sich darauf die Motoren ab 2008 nur noch alle fünf Jahre grundlegend zu verändern. Allerdings dürfe man auf jährlicher Basis bestimmte teile modifizieren. Eine Steigerung der Performance ist dabei aber nicht erlaubt. Wie angekündigt nahmen bis auf Renault nur Vertreter jener Motorenhersteller an dem Meeting teil, die bereits das neue Concorde Agreement unterzeichnet haben.

Im Klartext: Die Motoren sollen laut den in Maranello ausgearbeiteten Vorschlägen für 5 Jahre, sprich von 2008 bis 2012, abgenommen werden. In jedem Jahr dürfen bestimmte Änderungen am Motor nachgereicht werden. Details hierzu müssen der FIA noch vor dem 1. Januar des in Frage kommenden Jahres überreicht werden. Der erste Motor muss bis zum 1. Februar des jeweiligen Jahres fertig gestellt sein.

Erlaubt sind jährliche Veränderungen an den folgenden Bestandteilen des Motors: Alle Anschlüsse, die Form der Brennkammern, Größe, Form und Winkel der Ventile, die Kolbenoberseite (Gewicht, Position und Höhe des Kolbens müssen jedoch gleich bleiben), das Profil der Nockenwelle, die Antriebskinematik der Ventile, die Einlassdüsen, die Zündkerzen und Teile der Zylinderköpfe.

Die FIA wird aber nur Änderungen erlauben, die der Kostenreduzierung oder Zuverlässigkeitsverbesserung dienen. Eine Steigerung der Leistung ist verboten.