Vor einer Woche war Michael Schumacher mit Rang 2 hinter Fernando Alonso nicht ganz zufrieden. Ein Sieg hätte dem siebenfachen Weltmeister logischerweise noch besser geschmeckt. Nach dem Malaysia-Wochenende reichte dem Deutschen aber sogar ein sechster Platz zum Glück.
"Mehr war nicht drin", sagte er. "Was soll man machen? Es war zwar nicht ganz so, wie ich es mir erwünscht habe, aber im Prinzip so wie ich es erwartet hatte."
"Mit meinem zweiten Satz Reifen bin ich aus irgendwelchen Gründen nicht schnell genug gewesen." Mit dem letzten Reifesatz kam er aber wieder "besser" zurecht. "Jetzt müssen wir untersuchen, ob es irgendwelche Gründe dafür gibt oder ob das einfach ein schlechter Satz war."
In den Schlussrunden reichte auch sein besserer dritter Reifensatz nicht, um seinen Teamkollegen Felipe Massa zu überholen. "Ich war zwar nah dran, aber er hat keinen Fehler gemacht", beschrieb Schumacher die Szene. "Ich bin zwar schneller gewesen, aber schneller sein und Überholen ist nicht das gleiche."
Vor dem Rennwochenende wurde viel über die Reifensituation und das Bridgestone-Debakel des Vorjahres geschrieben. Aus Sicht von Michael Schumacher spielten die Reifen aber keine große Rolle. "Ich weiß nicht ob es am Reifen gelegen oder ob es andere Gründe gegeben hat. Das muss man analysieren, aber es wäre natürlich möglich."
Trotzdem habe das Bridgestone-Ferrari-Paket in seinen Augen "keine schlechte Figur" abgegeben. "Ich habe nicht alle Zeiten im Kopf, aber wir waren sicher nicht so schnell wie Renault das ist denke ich offensichtlich. Aber das muss nicht unbedingt ein Problem sein. Da der Unterschied nicht wirklich groß war, würde ich sagen, dass wir vielleicht eine halbe Sekunde langsamer waren und wenn das so je nach Streckencharakteristik so variiert, ist das für uns okay. Denn Malaysia war für uns wahrscheinlich die schlimmste Strecke."
Wird Ferrari also in Melbopurne wieder aufholen? "Davon gehe ich aus", gibt er sich überzeugt. "Melbourne ist ein ganz anderer Charakter und ich hoffe, dass unser Auto dort besser funktioniert."
Die wahre Stärke von Ferrari sieht Schumacher deshalb momentan als "ein Zwischending" zwischen der Vorstellung von Bahrain und dem Abschneiden in Malaysia. Renault ist und bleibt jedoch das Maß der Dinge. "Das hat man schon vorher gesehen und das hat sich nicht geändert."



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