David Coulthard schreitet momentan in den Fußstapfen von Max Mosley: Der Schotte rief in Malaysia zum zweiten Mal innerhalb einer Woche zu Regeländerungen auf.

Zuerst regte er nach seinem Ausfall in Bahrain an, dass die Strafversetzung für Motorwechsel nicht allgemeingültig auf +10 Startplätze festgelegt sein sollte. Seiner Meinung nach wäre ein Handicapsystem je nach Startposition sinnvoller.

Aber das ist nicht das einzige Problem, dass den Red Bull Fahrer beschäftigt. DC denkt auch an die Fans auf den Tribünen sowie zuhause vor den Bildschirmen: Im Freien Training am Freitag wird aufgrund der beschränkten Reifenanzahl und des neuen Qualifyings wenig gefahren.

"Aufgrund unserer Beschränkung der Motorenlaufzeit sind wir 11 Runden am Freitag und 17 am Samstag vor dem Qualifying gefahren", sagte Coulthard. Das habe zum einen an den Zwei-Wochenend-Motoren und zum anderen an der Zuverlässigkeit des Ferrari-Motors gelegen.

Coulthard geht es jedoch mehr um die Zuschauer: "Die Regeln schränken die Zeit auf der Strecke ein und dafür kommen die Leute an die Strecke." Statt der Stammfahrer sehen sie aber hauptsächlich die Testfahrer in den dritten Autos. "Das Verwirrende daran ist, dass die dritten Fahrer sieben Reifensätze und die volle Drehzahl zur Verfügung haben. Sie unterliegen nicht den gleichen Einschränkungen wie wir."

Frank Williams wiederholte deshalb zuletzt die Forderung den Freitag komplett in einen Testtag umzuwandeln. Die Grand Prix Wochenenden würden dann auf den Samstag und Sonntag beschränkt.