Der Neuzugang bei Williams war die Sensation des vergangenen Rennwochenendes. Nach einem Fahrfehler in der ersten Kurve und einem darauf folgenden unplanmäßigen Boxenstopp pflügte Nico Rosberg durchs Feld um schlussendlich als Siebter ins Ziel zu kommen.
Bei seinem ersten Formel 1-Rennen schrieb der amtierende GP2-Meister Geschichte, als er als jüngster Fahrer aller Zeiten die schnellste Rennrunde fuhr. Nach dem Rennen gab er zu, dass der Unfall mit BMW-Pilot Nick Heidfeld sein Fehler war, er aber die Ruhe bewahrt hätte. Diese Abgeklärtheit führte dazu, dass der 20-jährige danach ein fehlerfreies Rennen fuhr und genauso schnell war wie die Spitze.
Rosberg überraschte nicht nur alle Zuschauer, sondern am meisten wohl sich selbst, wie er jetzt in einer Kolumne für Teamsponsor Castrol zugab. "Ich hatte nicht erwartet, irgendjemand nahe kommen zu können. Ich schaute nach der ersten Runde nach meinem Boxenstopp auf die Tafel und sah, dass ich 60 Sekunden hinter allen lag. Da dachte ich, dass es das eben war und habe von dem Rennen nichts mehr erwartet." Plötzlich seien die Zahlen auf der Boxentafel aber immer kleiner geworden und er habe gemerkt, dass vielleicht doch noch ein besseres Ergebnis möglich sei, als zunächst gedacht.
"Über Funk hörte ich 'Nico, du machst das toll, du bist der schnellste Mann auf der Strecke,' und ich dachte nur, 'unmöglich'." Zur Halbzeit des Rennens hatte Nico sich bereits wieder bis auf den 11. Platz nach vorne gekämpft und im 47. Umlauf folgte mit 1:32,408 die schnellste Runde des Rennens. "Ich hab mich wirklich gut gefühlt und ich habe so viel Druck gemacht, wie ich nur konnte," erklärt Rosberg. "Ich kam den anderen näher und näher und hatte ein paar tolle Überholmanöver - das hat richtig Spaß gemacht."
Er wusste zwar, dass er schnell unterwegs war, aber "es war schon eine Überraschung. Ich meine, das waren Schumacher und Alonso, die an der Spitze Vollgas fuhren und ich war schneller als alle beide. Das hat mich schon überrascht, aber es war toll." Der Grand Prix von Baharin sei auch sehr wichtig für seine Beziehung zum ganzen Team gewesen, gibt er zu. "Ich denke, es war auch sehr wichtig, dass das Team gesehen hat, dass ich wirklich dabei bin und, dass ich schnell sein kann. Das ist sehr wichtig für mich, dass ich ihnen das gezeigt habe." Ob es so weitergeht, müsse man aber erst mal abwarten, meint Nico. "Es ist noch früh in der Saison, aber es war auf alle Fälle man ein großartiger Anfang."

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