Den Grand Prix von Bahrain hat Fernando Alonso zwar gewonnen, aber eben nur ganz knapp. Gerade mal eine Wagenlänge kam der amtierende Weltmeister vor seinem siebenfachen Vorgänger Michael Schumacher ins Ziel, auch für Alonso ein deutliches Zeichen, dass der Kampf um die Krone dieses Jahr um einiges enger werden wird als 2005. Wenn Renault den Titel dieses Jahr verteidigen will, darf man sich keinerlei Fehler leisten. "Letztes Jahr haben wir mit McLaren gekämpft," sagte er heute in Malaysia. "Wenn wir da mal ein schlechtes Wochenende hatten, sind wir eben Vierter geworden, dieses Jahr wären wir dann wohl Siebter oder Achter."
Dieser Punktverlust könnte dann schon reichen um sich im Kampf um die WM auf verlorenem Posten wiederzufinden. Volle Konzentration auf allen Seiten und eine stetige Weiterentwicklung des R26, sowohl auf Auto- als auch auf Motorenseite sind absolut unerlässlich. "Wir können jetzt nicht schlafen," weiß der Spanier. Doch nicht nur die Autos müssen nach Alonsos Meinung weiter verbessert werden, die Weltmeisterschaft könnte nicht zuletzt auch mal wieder durch die Reifen mitentschieden werden.

"In Bahrain haben die Bridgestone-Reifen sehr gut funktioniert, so dass Ferrari um den Sieg kämpfen konnte und Williams die schnellste Rennrunde gefahren ist," sagte Alonso. "Wenn also die Bridgestone-Reifen funktionieren, wird Ferrari unser Hauptkonkurrent sein, sind die Michelin besser, dann haben wir es wohl eher mit McLaren und Honda zu tun." Seine eigene Einstellung habe sich jedoch nicht sehr verändert, bekräftigt der 24-jährige. "Ich bin noch derselbe wie letztes Jahr: ich muss eine beständige Leistung zeigen. Ich darf keine Fehler machen, ich muss die Rennen beenden und aufs Podium fahren. Wenn das Auto schnell und konkurrenzfähig ist, können wir gewinnen. Sollte das mal nicht der Fall sein, müssen wir uns auf den zweiten Platz konzentrieren um die Meisterschaft zu verteidigen."
Fisichella trotz der Probleme euphorisch
Alonsos Teamkollege Giancarlo Fisichella erhofft sich nach dem Debakel beim ersten Saisonrennen einen deutlichen Aufschwung in Malaysia. Er sieht sogar eine gute Chance, das Rennen zu gewinnen. "Letztes Jahr um diese Zeit war ich der Führende in der Meisterschaft und sehr glücklich und zuversichtlich, genau wie jetzt auch," sagte er im Vorfeld des Grand Prix von Malaysia. "Ich bin natürlich nicht glücklich über das Rennen ( in Bahrain), aber ich bin zuversichtlich für Sonntag und die ganze Saison. Renault sieht normalerweise hier sehr gut aus und auch die Michelin-Reifen sind auf heißen Strecken gut."
In seinem elften Jahr in der Königsklasse sieht der Römer dieses Jahr seine Chance gekommen, endlich den ersehnten Weltmeistertitel für sich zu gewinnen. "Ich glaube schon, ich hoffe es zumindest," antwortet er auf die Frage, ob es dieses Jahr eine jetzt-oder-nie-Chance sei. "Ich habe ein großartiges Team hinter mir, ich bin physisch fit und persönlich sehr glücklich. Ich werde mein bestes geben." Fisichella ist 2006 das zweite Jahr bei Renault und fühlt sich wohl. Außerdem sei sein Auto auch besser als letzte Saison. "Sogar am Sonntag, bei all den Problemen, die ich hatte, waren die Mechaniker und Ingenieure sehr beeindruckt, dass ich im Rennen so konstant fahren konnte."

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