Die Hersteller BMW, Mercedes, Renault, Honda und Toyota könnten sich noch an diesem Wochenende in Bahrain mit Bernie Ecclestone über die Zukunft der Formel 1 einigen.

Am Samstag fand ein Treffen statt zwischen Ecclestone, den Vertretern der Hersteller-Teams, einem Vertreter des neuen Eigners CVC sowie dem Vorstand der BayernLB Gerhard Gribkowski, der noch dem Ecclestone-Imperium SLEC vorsteht. Die Chancen auf ein Ende des lange währenden Streits zwischen den Herstellern und Ecclestone stehen danach besser denn je.

Das gilt jedoch vorerst nur für die kommerzielle Seite des Sports. Aber schon das wäre ein enorm wichtiger Schritt in den Bemühungen um eine sichere Zukunft der Formel 1. Laut Informationen von motorsport-magazin.com sollen die Teams 60 bis 65 Prozent aller Einnahmen bekommen. Die Hersteller hatten noch 80 Prozent verlangt. In den Verhandlungen sind sie aber jetzt zu einem Kompromiss bereit. Nach dem Motto: Wenn die Team 65 Prozent bekommen, sind sie bereit, andere Forderungen aufzugeben, auf die sie bei 60 Prozent der Einnahmen noch bestehen würden.

Die Einigung würde auch das endgültige Aus der Herstellerserie bedeuten. Offenbar ist das Angebot von Ecclestone den Autokonzernen nun gut genug.

"Wenn wir kurz vor der Einigung stehen, heißt es, dass wir damit auch leben können", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen in Bahrain. Auch der Renault-Teamchef Flavio Briatore und Mercedes Sportchef Norbert Haug haben an diesem Wochenende signalisiert, dass die Einigung näher rückt. Wie auch Ron Dennis. "Wie arbeiten an einer Absichtserklärung", sagte der McLaren-Teamchef. "Die Gespräche, die im vergangenen Monat stattgefunden haben, sind jene, die die Richtung im langfristigen Interesse des Sports bestimmen werden."

Dass es vorerst nur bei einer Absichtserklärung bleibt, hat zwei Gründe: Zum einen muss die EU grünes Licht für die Übernahme der Formel 1 durch CVC geben. Daran zweifelt zwar kaum einer der Beteiligten, doch es soll noch bis Ende März dauern, bevor eine Entscheidung vorliegt. Und davor will keiner den endgültigen Vertrag unterschreiben. Zum anderen gibt es noch offene Fragen im Regelwerk des Sports, die die Hersteller-Teams mit der Sportbehörde FIA aushandeln müssen.