Wie alle anderen Piloten, erlebte auch Nick Heidfeld heute sein erstes Knock Out Qualifying. Für den Mönchengladbacher stand aber weniger das spannende neue Format, als vielmehr sein überraschend gutes Arbeitsgerät im Vordergrund.

"Nach dem ersten Qualifying bin ich einerseits positiv überrascht vom Potenzial unseres Autos und andererseits enttäuscht über meine Platzierung", sagte Nick, der sein Ziel eines Platz unter den Top-10 erreicht hat. "Nach dem zweiten Qualifying-Teil war ich Vierter. Also viel besser als erwartet. Platz sechs, vielleicht sogar Platz fünf wäre auch ganz zum Schluss möglich gewesen. Aber da habe ich verwachst. Die ersten beiden Sektoren von meiner letzten Runde waren gut, aber dann habe ich in Kurve 13 zu spät gebremst und bin von der Ideallinie abgekommen. Da habe ich viel Zeit liegenlassen."

In der ersten Session ging man bei BMW Sauber kein Risiko ein und fuhr bereits relativ früh auf die Strecke, um eine gezeitete Runde abzuspulen. Zwar war die Strecke zu diesem Zeitpunkt noch staubiger, doch hatte man errechnet, dass es dennoch reichen würde um die zweite Session zu erreichen.

"Als die rote Flagge kam, war ich froh, schon eine gezeitete Runde zu haben", stellte Nick gegenüber motorsport-magazin.com den Vorteil dieser Taktik heraus. "Das war hier aber die einzige Störung. Auf anderen Strecken, die weniger asphaltierte Auslaufzonen und dafür Kiesbetten haben, werden wir sicher auch mehr gelbe Flaggen sehen, dann wird dieses System noch komplizierter werden."

Während Quick Nick das neue Qualifying insgsamt als "sehr spannend und anspruchsvoll" bezeichnet, empfindet er den Beginn des Top-10-Qualifyings als "seltsam": "Es ist komisch, wenn die zehn Autos wie eine Prozession um die Strecke fahren." Der Grund dafür ist klar: "Es geht darum, möglichst viele Runden zu fahren, um einerseits viel Sprit zu verbrennen und am Ende für die letzte schnelle Runde leicht zu sein, und andererseits darf man eben auch eine bestimmte Menge Sprit pro gefahrener Runde nachtanken, muss aber nicht."