Toyota eröffnete die Saison 2006 mit einer Offensive: Als erstes Team testete man den neuen TF106, als erstes Team kündigte man ein neues Aerodynamikpaket für den Saisonstart an, als erstes Team bestätigte man die Einführung eines weiteren neuen Autos und als erster Fahrer sprach Jarno Trulli davon so schnell wie möglich eine Entscheidung über seine Zukunft zu treffen.

Dabei wird der Italiener auch wenige Tage vor dem Saisonstart nicht müde immer wieder zu betonen, dass er "mehrere Möglichkeiten" offen habe. "Ich spreche bereits mit Toyota, aber jetzt konzentrieren wir uns nur auf die Saison 2006. Wir wollen uns nicht im blah, blah verstricken." Stattdessen werde man "wenn es so weit ist" ja oder nein zu einer weiteren Zusammenarbeit sagen.

Im Hinblick auf die fünfte F1-Saison seines Rennstalls, sieht Jarno noch viel Verbesserungsspielraum für die Japaner. "Toyota muss noch lernen wie man das Auto während der Saison weiterentwickeln kann", verriet er gegenüber Autosport. "Aber das lernt man mit der Zeit, wenn man mehr Erfahrung in der F1 gesammelt hat." Als bestes Beispiel dafür dienen ihm Renault, McLaren und Ferrari, die das "größte Budget" und die "größte Erfahrung" besitzen würden.

Zumindest bei der Budgetfrage sind jedoch viele Insider davon überzeugt, dass auch Toyota ganz oben in der Geldliga mitmischt. Wie man "Rennen und Titel" gewinne, lerne man aber erst mit den Jahren. "Aber es ist klar, dass wir langsam ein Rennen gewinnen müssen."

Für die anstehende Saison macht Trulli ein "sehr großes Potenzial" bei seiner Truppe aus. "Ich wäre wirklich glücklich, wenn wir den Druck bekommen würden Rennen und die Meisterschaft zu gewinnen. Aber das werden wir erst später herausfinden."

Die Tatsache, dass sein Technischer dirketor Mike Gascoyne "extrem zuversichtlich", manchmal sogar "zu zuversichtlich", ist, macht Jarno jedenfalls Hoffnung auf eine gute Saison. "Die Tests geben uns nur eine ungefähre Idee vom Kräfteverhältnis, nur die Rennen können uns die Wahrheit sagen."