Kaum ist Gerhard Berger wieder als Aktiver in der Königsklasse involviert, wurde er in Jerez mit tausenden Fragen gelöchert. Eine der brennenden Fragen der letzten Wochen lautete: Was hält Berger von den Bedenken einiger Konkurrenten wegen der V10-Motoren seines Teams?
"Mit einigen Teams meint Ihr sicher Midland", scherzte der Österreicher auf die ihm eigene Art und Weise. Dann fuhr er fort: "So sind nun einmal die Regeln. Ich sehe keinen Vorteil und die Rundenzeiten sehen so aus, wie sie aussehen sollten. Wir haben ein gutes Autos, aber wir sind nicht die Schnellsten. Okay, wir sind schneller als Midland, aber was soll's?"
Die Titelkandidaten dürfte es wenig stören, da hat Berger Recht. Aber Colin Kolles dürfte darüber nicht gerade lachen können. Schließlich kündigte er schon im Rahmen der Präsentation seines neuen Autos an, dass er Schritte gegen STR einleiten werde, wenn diese in Bahrain vor den beiden M16 landen sollten.
"Als die Limitierung festgelegt wurde, haben sie viel darüber nachgedacht und viele Berechnungen angestellt", sagt Berger. "Wir wissen, dass wir keinen Vorteil gegenüber den V8-Motoren von Cosworth haben und obwohl wir einen Vorteil gegenüber einem anderen Motor haben könnten, ist es momentan eine faire Lösung."
Andere Stimmen berichteten über den Winter, dass die FIA die Limitierungs-Vorschläge von Cosworth übernommen hätte, was dann nicht mit ganz so viel Berechnungen und Gedanken verbunden gewesen wäre. Berger sieht das Abenteuer Toro Rosso ohnehin als Langzeitprojekt.
"Wir müssen realistisch bleiben: Momentan ist es nicht vernünftig die ersten beiden Plätze anzupeilen. Wir müssen uns die ersten drei Jahre ansehen. Innerhalb dieser drei Jahre müssen wir eine gute Pace entwickeln und gute Leute ansammeln." Alles jedoch unter der Prämisse ein "begrenztes Budget" zu verwenden.
Als ersten Schritt in eine bessere Zukunft sieht Berger den Dreikampf um das Ende des Feldes: "Wir haben mit Midland und Aguri Suzuki zwei direkte Gegner. Danach sehen wir weiter."



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