In letzter Sekunde vermasselte Max Verstappen George Russell den Bestzeit-Hattrick zum Aserbaidschan GP. Nach zwei Russell-Bestzeiten am Donnerstag setzte sich Verstappen im 3. Freien Training in 1:43,922 Minuten an die Spitze.

Nach der Mercedes-Dominanz am Trainingstag meldete sich der Red-Bull-Pilot pünktlich vor dem Formel 1-Qualifying heute in Baku zurück. Dabei hatte der Niederländer im Training mit seinem Dienstwagen zu kämpfen, verglich den Red Bull bei einem der zahlreichen Besuche in der Auslaufzone wieder mit einem hüpfenden Känguru.

Das Ergebnis: Wie üblich trainierten die Piloten am Ende der Session auf den weichen Reifen für die Qualifikation. Einmal mehr zeigte sich, dass darauf auch mehrere schnelle Runden möglich sind. Während die Mercedes-Piloten ihre Runs früher beendeten, verbesserte sich die Konkurrenz am Ende der Session noch. So stieß Verstappen Russell mit 99 Tausendstel Vorsprung vom Thron.

Auch Lewis Hamilton kam am Ende noch fast an die Russell-Zeit ran. Der Ferrari-Pilot reihte sich mit einer Zehntel Rückstand auf Rang drei ein. Dahinter klaffte ein kleine Lücke zu WM-Leader Kimi Antonelli. Dreieinhalb Zehntelsekunden fehlten dem Italiener. Charles Leclerc lag auf Platz fünf bereits sechs Zehntel zurück.

Pierre Gasly bestätigte auf Rang sechs die gute Trainings-Form. Das McLaren-Duo Oscar Piastri und Lando Norris kam nur auf die Plätze sieben und acht. Isack Hadjar und Franco Colapinto komplettierten die Top-10. Gabriel Bortoleto landete im runderneuerten Audi mit 1,9 Sekunden Rückstand nur auf Platz 13, Nico Hülkenberg reihte sich noch zwei Plätze dahinter ein.

Die Zwischenfälle: Die Strecke bot vor allem zu Beginn der Session wenig Grip. Entsprechend häufig wurden die großflächigen Auslaufzonen besucht. Auch der Wind machte es den Piloten schwer, vor allem in Kurve 16 hatten sie mit Rückenwind zu kämpfen.

Lance Stroll ging in Kurve 1 nicht zu weit, sondern zu kurz. Der Kanadier touchierte die Mauer am Scheitelpunkt leicht mit dem linken Vorderrad. Auf Anweisung seines Renningenieurs musste er den Aston Martin wenige Kurven später in der Auslaufzone abstellen.

Eine kurze VSC-Phase war nötig, weil sich zum zahlreichen Laub auf der Strecke auch noch ein ganzer Ast gesellte. Dank des beherzten Sprints eines Streckenpostens war nur eine ganz kurze VSC-Unterbrechung nötig.

Zu haarigen Zwischenfällen wie im 2. Freien Training kam es diesmal nicht - obwohl die FIA die Regeln über Nacht nicht angepasst hat. Wo das Problem liegt, erklärt euch Christian im Video:

Beinahe-Crash in Baku: Hamilton verwarnt! Muss die FIA eingreifen? (15:57 Min.)

Das Wetter: Spätsommerlich, einen Hauch kühler als am Trainingsdonnerstag. Das Quecksilber stieg auf 25 Grad Celsius, auf dem Asphalt wurden 45 Grad gemessen. Am Vortag waren es jeweils rund 5 Grad mehr. Für das Formel-1-Qualifying heute (16:00 Uhr Ortszeit, 14:00 Uhr MESZ) werden ähnliche Bedingungen wie im Training 3. Training erwartet.