Das Formel-1-Team von Alpine hat nach einem chaotischen Tief gegen Ende der Ground-Effect-Ära in diesem Jahr wieder die Rückkehr in das Mittelfeld geschafft und schwankt je nach Update-Zyklus aktuell zwischen der Spitze des Mittelfeldes und einer Verfolgerposition in diesem hin und her.
Sportlich läuft es also nicht so schlecht für die französische Marke unter Flavio Briatore und auch kommerziell konnte man mit dem Gucci-Deal für kommendes Jahr schon einen großen Fisch an Land ziehen. Nun verkündete Alpine auch noch eine bedeutende Anwerbung für das technische Führungsteam. Mike Elliott kehrt nach 14 Jahren wieder nach Enstone zurück.
Elliott wird bei Alpine die neu geschaffene Rolle als Chief Technical Officer übernehmen. In dieser ist es seine Aufgabe, das Technik- und Ingenieurwesen im Werk des britisch-französischen Teams zu überblicken. In der knappen Mitteilung des F1-Teams wurden keine weiteren Details zur dadurch entstehenden Rollenverteilung im Team genannt.
Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com bleibt der Rest der Struktur aber so erhalten wie bisher. Demnach ist Elliott nun der direkte Vorgesetzte von David Sanchez, der als Executive Technical Director das Kommando über die Technikabteilung führt. Ihm zur Seite steht seit Mai Jason Somerville als Stellvertretender Technikchef. Ciaron Pilbeam als Technikdirektor für Performance und Joe Burnell als Engineering-Technikchef berichten jeweils an Sanchez.
Mike Elliott: 23 Jahre Formel-1-Erfahrung mit Mercedes und McLaren
Elliott war zuletzt bei Mercedes in der Formel 1 aktiv. Dort holte er sich allerdings nicht nur Lobesschreiben ab. Zuvor als Technologie-Direktor im Dienste des Brackley-Teams aktiv, war er zwischen 2021 und 2023 der direkte Nachfolger von James Allison als Technikchef. Damit verantwortete er den misslungenen Start in die Ground-Effect-Ära, als das berühmte Zero-Sidepod-Konzept die vorherigen Serienweltmeister in eine Irrfahrt schickte. Erst 2023 tauschte er wieder seinen Posten mit Allison, ehe er sich im Oktober 2023 endgültig von Mercedes verabschiedete.
Elliott, der ursprünglich 2000 als einfacher Aerodynamiker mit McLaren in die Formel 1 gekommen war und zunächst in Woking einen langsamen Aufstieg hinlegte, war bereits zwischen 2008 und 2012 in Enstone tätig. Bei Renault und später Lotus war er ein leitender Aerodynamiker, ehe er als Aerodynamikchef zu Mercedes ging und dort dann über Jahre hinweg Teil des Erfolgsprojektes der Hybridära war.
Alpine verspricht sich von ihm eine Stärkung der technischen Fähigkeiten des Teams. Langfristig verfügt das Mercedes-Kundenteam über die Ambition, um Siege und um den Formel-1-Titel mitzukämpfen. Ein Ziel, an dem man seit dem Wiedereinstieg in die Formel 1 2016 mit diversen Zeitplänen bereits mehrmals gescheitert war. Briatore sprach im März davon, dass er sich Mercedes als Vorbild nimmt, um es diesmal zu schaffen. Mehr dazu hier:



diese Formel 1 Nachricht