MF1 Racing hat sich für die Saison 2006 ein klares Ziel gesetzt: Man möchte in der ersten Saison unter dem eigenen Namen ins Mittelfeld vorstoßen und BMW Sauber sowie Red Bull Racing Konkurrenz machen.
Sorgen bereitet dem ersten russischen F1-Team allerdings der andere Red Bull Rennstall oder besser gesagt die V10-Motoren der Scuderia Toro Rosso.
"Das Auto ist nicht legal", beschwerte sich Kolles im Rahmen des M16-Launches in Silverstone über die gedrosselten V10-Triebwerke von STR. "Dazu habe ich eine klare Meinung. Dieser Motor gehört nicht mehr in die F1." Im Gegensatz zu allen anderen Teams darf Toro Rosso in dieser Saison noch einmal mit gedrosselten V10-Aggregaten antreten. Das erlaubt das FIA Reglement. Allerdings war diese Regelung für das finanzschwache Minardi-Team und nicht für das Red Bull Schwesterteam gedacht.
"Es wurde aus finanziellen Gründen für Minardi akzeptiert und das ist jetzt nicht mehr der Fall", wetterte Kolles. "Für mich ist es nicht nachvollziehbar. Sie pumpen hunderte Millionen in die F1, haben zwei Teams und bescheißen die Welt."
Deswegen behält sich Kolles für den Saisonstart in Bahrain Schritte gegen STR vor: "Wenn sie vor uns liegen sollten, dann werden sie ein Problem bekommen", kündigte er an. "Ich vertraue der FIA und in deren Händen liegt es jetzt."
Allerdings reicht es ihm nicht, die V10-Motoren weiter zu limitieren. "Es geht nicht darum die Motoren noch langsamer zu machen", sagte er. "Es geht um die Regeln und die schreiben einen V8-Motor und keinen V10-Motor vor. Es war eine Ausnahme für Minardi. Für uns geht es also nicht nur um die V8/V10-Sache, sondern um ein finanzielles Thema."
Schließlich sei ein V8-Motor "viel teurer" als ein V10. "Zudem kann ein gedrosselter V10 viel zuverlässiger sein und er hat mehr Drehmoment. Es ist eine völlig andere Welt."



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