Kimi Antonelli geht mit einem großen Vorsprung von 50 Punkten in die zweite Hälfte der Formel-1-Saison 2026. Bei (nach aktuellem Stand) noch zwölf zu fahrenden Rennen ist das natürlich noch nicht aller Tage Abend, aber im Moment spricht alles dafür, dass der Mercedes-Fahrer der erste Italiener seit 1953 wird, der Weltmeister wird.

Antonelli selbst traut dem Braten aber noch nicht. Er hält sich immer auf dem Laufenden, was alle Gerüchte rund um die Upgrades der F1-Konkurrenz angeht. Deshalb gibt er sich vor dem Rennwochenende in Zandvoort auch gewarnt und hat sowohl Ferrari als auch McLaren groß auf dem Zettel.

Antonelli vermutet: McLaren wird unser größter Gegner sein

"Wir wissen, dass [McLaren] an diesem Wochenende wieder etwas Neues bringt. Sie werden also wahrscheinlich unser größter Gegner sein", vermutet der Italiener. Bereits in Ungarn hatte die Papaya-Mannschaft den ersten Teil ihres Upgrade-Paketes gebracht. Dieses bestand in erster Linie aus einem neuen Unterboden.

Prompt war Lando Norris in Budapest der schnellste Mann auf der Strecke gewesen und stellte mit seinem ersten Saisonsieg am Rennsonntag alle in den Schatten. Dazu kommen nun in Zandvoort auch eine neue Bremskühlung an der Hinterachse und ein neuer Heckflügel. Schon seit Monaten experimentierte das Team aus Woking mit dem Macarena-Flügel, der bereits in Ungarn im Training am Boliden montiert war, und nun wohl erstmals einen Renneinsatz bestreiten wird.

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Doch es ist nicht nur McLaren. "Ich denke, auch Ferrari wird voll dabei sein", gibt sich Antonelli gewarnt. "Sie haben an diesem Wochenende einen neuen Unterboden. Es wird also interessant sein, wie es bei ihnen läuft", so der Mercedes-Fahrer. Dabei bezieht sich Antonelli auf Berichte aus der italienischen Presse, die auf die Gazzetta dello Sport zurückgehen, und wonach in Zandvoort tatsächlich ein neuer Unterboden an den SF-26 kommen soll.

Im Gegensatz zu McLaren bestätigte Ferrari selbst bislang noch nicht offiziell, welche Updates das Team an die Strecke bringen wird. Auch Lewis Hamilton und Charles Leclerc thematisierten den Unterboden vor dem Grand-Prix-Wochenende nicht.

Nicht in Zandvoort: Wann kommt das große Mercedes-Update?

Mercedes hingegen befinde sich im Entwicklungsrennen aktuell noch im Wartemodus. Auch in Zandvoort bringt der Klassenprimus kein großes Paket, nachdem man schon in der ersten Saisonhälfte eine deutlich konservativere Update-Politik fuhr. Ein größeres Paket soll aber auf jeden Fall in den nächsten Monaten noch kommen. "Wir erwarten ein großes [Update] später in der Saison, das uns viel Performance bringt", betonte auch Antonelli vor Zandvoort. Toto Wolff hatte vor der Formel-1-Sommerpause bestätigt, dass man im Herbst mit einem allgemein höheren Update-Tempo rechnen könne.

Deshalb gibt es aktuell für Kimi Antonelli nach wie vor noch keinen akuten Anlass, sich Sorgen um die Pace des W17 im Titelrennen zu machen. Schließlich war der Bolide, der seine letzten großen Modifikationen im Mai beim Kanada-GP erhalten hatte, auch bei den meisten Rennen vor der Sommerpause noch die absolute Messlatte.

Zandvoort könnte aber aus einem anderen Blickwinkel doppelt wichtig werden. Denn in Monza wird aller Voraussicht nach eine neue Power Unit ans Auto von Antonelli kommen, und damit verbunden auch eine Strafe. Sollte es also beim Niederlande-GP keine gute Punktausbeute für den WM-Führenden geben, droht sich der Titelkampf bis nach dem Formel-1-Rennen in Italien nochmal deutlich zusammenzuschieben.

Fix ist in Zandvoort auch, dass Alpine ein Update-Paket bringen wird - allerdings nur auf einem Auto. Was wir bislang zu diesen Modifikationen wissen, könnt ihr hier nachlesen: