Es wird immer heißer im Kampf um die MotoGP-Weltmeisterschaft 2026! War Jorge Martin vor zwei Wochen in Spielberg noch der große Gewinner, scheint sich das Momentum im Titelkampf jetzt wieder auf die Seite von Marc Marquez gedreht zu haben. Obwohl im Qualifying noch vom 'Martinator' geschlagen, konnte dieser nach dem Sprintsieg am Samstag nun auch den Japan-GP am Sonntag gewinnen. Dabei waren selbst ein idealer Start und ein nahezu perfektes Rennen von Martin nicht genug, um Marquez zu besiegen - und genau das sorgt beim (noch) WM-Führenden nun für gemischte Gefühle.
Perfektes MotoGP-Rennen reicht Jorge Martin nicht, um Marquez zu schlagen
"Ich bin eigentlich sehr, sehr glücklich über meine Leistung. Ich bin richtig gut gefahren und werde mit jeder weiteren Runde, die ich auf der Aprilia absolviere, immer besser. Selbst in dieser Verfassung, in der mich wirklich stark gefühlt habe, konnte ich Marc aber nicht bezwingen", haderte Martin am Sonntag im MotoGP-Format 'After the Flag'. "Ich habe mein Bestes gegeben, aber uns hat dennoch etwas gefehlt."
Ein Grund zur Sorge im Kampf um seine zweite MotoGP-Weltmeisterschaft nach 2024? Womöglich, denn Marquez hätte am Sonntag auf dem Hard-Reifen mit der ungeliebten härteren Karkasse eigentlich im Nachteil sein sollen. Dass er dennoch triumphierte, freute den aktuellen Weltmeister daher umso mehr. "Ich bin sehr glücklich über diese 37 Punkte. Das war dieses Wochenende das Ziel und das haben wir erreicht", strahlte er und gab dann zu: "Es war ein hartes Rennen, speziell in den ersten Runden hinter Jorge. Als ich dann in Führung war, konnte ich das Rennen aber kontrollieren. Wann immer Jorge etwas näher kam, habe ich wieder etwas gepusht und mich dann wieder zurückgelehnt. Ich habe die Pace so gewählt, wie ich sie gerade gebraucht habe."
Auch wenn der Ducati-Pilot bis zum Überholmanöver in Runde elf also etwas härter ackern musste als ihm lieb war, war sein Sieg danach nie mehr in Gefahr. "In Kurve acht und neun war er deutlich schneller als ich. Dort hat er den Unterschied gemacht", analysierte Martin später. Und weiter: "Auf der restlichen Strecke waren wir recht ähnlich unterwegs. Ich kann hart bremsen und habe gutes Turning, während die Beschleunigung ganz klar seine Stärke ist. In den schnellen Kurven sind wir wiederrum beide sehr schnell."
"Seit Aragon habe ich ein sehr gutes Gefühl auf dem Motorrad. In Österreich hatten wir dieses Problem mit der Bremse, jetzt waren wir aber wieder konkurrenzfähig", freute sich Marquez zeitgleich über eigene Leistung. Spielberg ausgeklammert gewann er die letzten sechs MotoGP-Rennen allesamt. Geht das in den kommenden Wochen so weiter, dürfte der Titelkampf wohl schon bald entschieden sein. Doch Marquez glaubt nicht daran: "Hier hat unser Motorrad sehr gut funktioniert, aber wir werden sehen, ob das auch auf den nächsten Strecken noch so sein wird."
Jorge Martin gibt WM-Kampf nicht auf: Werde die nächsten Rennen schneller sein als Marc Marquez!
Mit dem Mandalika Street Circuit wartet kommende Woche schließlich die Angststrecke der Nummer 93 schlechthin und danach geht es zum letzten Mal nach Phillip Island, wo Aprilia Ducati im Vorjahr deutlich überlegen war. Die perfekte Gelegenheit zum Konterangriff für den 'Martinator' also - und dieser ist fest überzeugt, sie auch nutzen zu können. "Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn wir so weiterarbeiten. Dann wird der Sieg irgendwann kommen", hat der gebürtige Madrilene den Titelkampf längst noch nicht verloren gegeben und sendet trotz aller Enttäuschung vom Sonntag eine Kampfansage an Marquez: "Ich bin zuversichtlich, dass ich in den nächsten Rennen schneller sein werde als er."
Was meint ihr: Wer setzt sich beim kommenden Grand Prix in Indonesien (9. bis 11. Oktober) durch? Sagt es uns in den Kommentaren! Warum am Sonntag nichts vom befürchteten Reifenkrimi zu sehen war, erfahrt ihr derweil in diesem Artikel:



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