Marc Marquez verlässt Motegi mit dem Punktemaximum von 37 Zähler. Auf den Sprintsieg am Samstag lässt er auch den MotoGP-Rennsieg am Sonntag folgen. Im Japan-GP setzen nach den Reifenproblem im Sprint alle Fahrer auf den harten Slick am Hinterrad und Marquez verfügt damit - entgegen den Erwartungen - über die beste Pace, die er schlussendlich souverän ausspielt. Er siegt 1,4 Sekunden vor WM-Rivale Jorge Martin, Marco Bezzecchi komplettiert das Podium. Pedro Acosta kommt über Rang sieben nicht hinaus.
In der MotoGP-Fahrerwertung liegt Martin somit nur noch zwei Punkte vor Marc Marquez in Führung. Bezzecchi liegt als Dritter bereits 49 Zähler zurück, Acosta als Vierter 90.
MotoGP Motegi: Der Rennfilm
Die Startaufstellung: 1. Martin, 2. M. Marquez, 3. Acosta, 4. Bezzecchi, 5. A. Marquez, 6. Di Giannantonio, 7. Bastianini, 8. R. Fernandez, 9. Moreira, 10. Zarco, 11. Ogura, 12. Quartararo, 13. Bagnaia, 14. Morbidelli, 15. Chantra, 16. Marini, 17. Binder, 18. Aldeguer, 19. Vinales, 20. Miller, 21. Rins, 22. Razgatlioglu
Start: Jorge Martin kommt gut weg und kann im Gegensatz zum Sprint seine Pole Position verteidigen. Dahinter reihen sich Marc Marquez, Marco Bezzecchi und Alex Marquez ein. Pedro Acosta fällt auf Platz fünf zurück, dahinter Enea Bastianini, Raul Fernandez und Ai Ogura.
Runde 2/24: Acosta verliert weiter massiv an Boden. Innerhalb nur weniger Kurven überholen ihn Bastianini, Raul Fernandez und auch Ogura - nur noch Platz acht für den KTM-Star.
Runde 5/24: Alex Marquez sitzt seine erste von zwei Longlap-Penaltys für die von ihm verursachte Kollision im Sprint ab und fällt von Rang vier hinter Bastianini auf P5 zurück.
Runde 7/24: Alex Marquez biegt zum zweiten Mal in die Longlap ab und verliert vier weitere Positionen. Er kehrt als Neunter auf die Strecke zurück.
Runde 8/24: Das erste Renndrittel ist absolviert. Martin und Marc Marquez befinden sich an der Spitze im Formationsflug, haben sich vom Rest des Feldes aber bereits abgesetzt. Bezzecchi liegt als Dritter schon mehr als eine Sekunde zurück.
Runde 9/24: Diogo Moreira ist in Kurve neun gestürzt.
Martin wird unterdessen von seinem Team mittels Dashbaord-Nachricht informiert, dass Fahrer #10 direkt hinter ihm liegt. Das stimmt natürlich nicht, Luca Marini ist nur Zehnter. Es handelt sich wohl um einen im Vorhinein vereinbarten Code.
Runde 11/24: Marc Marquez führt! Er bremst sich in Kurve neun an Martin vorbei.
Runde 12/24: Martin kommt Marquez in Turn 9 wieder gefährlich nahe, geht dann aber am Kurvenausgang etwas weit und verliert einige Zehntel.
Runde 15/24: Martin kann die Pace von Marquez nicht ganz mitgehen. Der Abstand wächst langsam aber stetig an und beträgt nun bereits 0,9 Sekunden.
Runde 16/24: Acosta kann wieder eine Position gegen Ogura gutmachen und ist damit Sechster.
Runde 17/24: Nachdem sich Martin Marquez wieder leicht annähern konnte, kontert der Weltmeister eindrucksvoll: Er fährt die Schnellste Rennrunde und schraubt seinen Vorsprung erstmals auf über eine Sekunde.
Runde 19/24: Alex Marquez und Jack Miller sind unabhängig voneinander gestürzt. Marquez muss aufgeben, Miller kann das Rennen noch einmal aufnehmen.
Runde 20/24: Nächster Crash: Nun hat es Johann Zarco erwischt.
Raul Fernandez, Ogura und Acosta liefern sich unterdessen einen packenden Dreikampf um Platz fünf. Ogura hat Acosta wieder überholt.
Runde 22/24: Bastianini ist nun schnellster Mann auf der Strecke und macht rasant Boden auf Bezzecchi gut. Die beiden Italiener trennen im Kampf um die letzte Podiumsplatzierung nur noch sechs Zehntel.
Runde 24/24: Bastianini klebt am Hinterrad von Bezzecchi, kann aber keine Attacke mehr reiten.
Ziel: Marc Marquez gewinnt 1,4 Sekunden vor Martin. Bezzecchi rettet Platz drei, 0,078 Sekunden vor Bastianini. Die Trackhouse-Piloten Raul Fernandez und Ogura belegen die Ränge fünf und sechs. Acosta muss sich mit P7 begnügen. Vorjahressieger Francesco Bagnaia wird Achter. Fermin Aldeguer und Marini komplettieren die Top-Ten. Brad Binder wird Elfter vor Fabio Quartararo. Honda-Ersatzmann Somkiat Chantra holt als 13. drei WM-Punkte. Die letzten Zähler gehen an Maverick Vinales und Franco Morbidelli.
Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Motegi
Marc Marquez (Sieger, Ducati): "Es war sehr wichtig für uns, hier nah an Maximum von 37 Punkten heranzukommen. Das haben wir bestmöglich geschafft. Ich bin sehr glücklich, aber das Rennen war hart, vor allem als ich hinter Jorge war. Ich wusste jedoch, dass ich eine gute Pace habe, wenn ich in Führung bin. Jorge hat dann noch einmal die Gegenattacke versucht, aber ich habe die Pace dann noch einmal ein bisschen angezogen und konnte so die letzten beiden Runden etwas entspannter angehen."
Jorge Martin (Zweiter, Aprilia): "Über das Gefühl, das wir an diesem Wochenende gefunden haben, freue ich mich sehr, aber das Resultat ist natürlich nicht das, was wir wollten. Ich wollte dieses Rennen unbedingt gewinnen! Heute war es aber sehr schwierig, Marc zu schlagen. Ich bin fast perfekt gefahren, war sehr geschmeidig und voller Selbstvertrauen, aber ich konnte trotzdem nicht gewinnen. Ich kann Marc nur zu seinem Sieg gratulieren. Wir haben aber ein gutes Paket, um die restliche Saison zu kämpfen."
Marco Bezzecchi (Dritter, Aprilia): "Es war insgesamt ein schwieriges Wochenende für mich. 'Bestia' war heute on fire, aber ich wollte dieses Podium so sehr. Diese Woche war für mich nicht einfach, denn ich habe eine für mich sehr wichtige Person verloren. Deshalb habe ich alles gegeben, um dieses Podium zu holen. Ich bin sehr glücklich."



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