Kimi Antonelli verabschiedet sich mit einem komfortablen 50-Punkte-Polster in die wohlverdiente Formel 1-Sommerpause, nachdem er in Ungarn nochmals fünf Punkte auf seinen härtesten Verfolger Lewis Hamilton gutmachen konnte. "Das ist der beste Weg, um in die Sommerpause zu gehen", meinte Antonelli glücklich, stellte aber zugleich klar: "Wir müssen weiter Druck machen, denn die zweite Saisonhälfte wird hart werden."
Seit der offiziellen Einführung der Sommerpause 2009 führten sieben Pilot zum Zeitpunkt des Shutdowns die Gesamtwertung an - und mussten sich am Ende der Saison trotzdem geschlagen geben.
| Saison | WM-Führender / Sommerpause | Weltmeister / Saisonende |
| 2010 | Mark Webber | Sebastian Vettel |
| 2012 | Fernando Alonso | Sebastian Vettel |
| 2014 | Nico Rosberg | Lewis Hamilton |
| 2016 | Lewis Hamilton | Nico Rosberg |
| 2017 | Sebastian Vettel | Lewis Hamilton |
| 2021 | Lewis Hamilton | Max Verstappen |
| 2025 | Oscar Piastri | Lando Norris |
Keine Angst, Momentum zu verlieren
Kimi Antonelli, der sechs der ersten elf Rennen für sich entschied und ebenso viele Pole Positions holte, wirkt 2026 von Rennwochenende zu Rennwochenende reifer und selbstbewusster. Angst, das Momentum über die zweiwöchige Pause zu verlieren, hat der Italiener nicht - anders als noch im Frühjahr, als die Formel 1 wegen der Absagen der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien unfreiwillig vier Wochen pausierte.
"Nach dem Sieg in Japan und mit diesem Schwung dachte ich: Hoffentlich verliere ich dadurch nicht den Rhythmus, denn vier Wochen sind eine lange Zeit. Aber dann erinnere ich mich an das erste Freie Training in Miami. Ich habe mich im Auto sofort großartig gefühlt und dachte: Okay, vielleicht ist der Rhythmus doch nicht weg. Deshalb glaube ich, dass er auch jetzt erhalten bleiben wird", sagt der Mercedes-Youngster, der im August seinen 20. Geburtstag feiert.
Im Gegensatz zur vierwöchigen Zwangspause im April ist es den Teams während des offiziellen Shutdowns strikt untersagt, an den Boliden zu arbeiten. Was im Detail erlaubt und verboten ist, lest ihr in unserem Hintergrund-Artikel.
Akkus aufladen - aber nicht ohne Kartbahn
Die Formel 1 plant Ende November in Katar und eine Woche später am 6. Dezember in Abu Dhabi zu fahren. Ob das tatsächlich der Fall sein wird, wollen die Verantwortlichen im September entscheiden. Geht es nach F1-Boss Stefano Domenicali stehen in der zweiten Saisonhälfte definitiv noch 12 Rennen auf dem Programm. Entsprechend froh ist Antonelli über die kurze Verschnaufpause.
"Es ist wichtig, Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen und Körper sowie Kopf wieder aufzuladen, damit ich für die zweite Saisonhälfte bereit bin", sagt Antonelli. Ganz ohne Motorsport geht es aber selbst im Urlaub nicht: "Ich bin mir sicher, dass ich nach drei oder vier Tagen schon wieder völlig hibbelig werde, mich langweile und nur noch zurück auf die Strecke will. Zum Glück gibt es dort, wo ich hinfahre, eine Kartbahn - da werde ich definitiv ein paar Runden drehen."



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