Nach einem starken Formel-1-Freitag ist Ferrari im dritten Freien Training am Samstagvormittag plötzlich nicht mehr überlegen. Lando Norris schnappt sich in der Qualifying-Generalprobe stattdessen die schnellste Zeit und auch Kimi Antonelli ist praktisch auf Augenhöhe mit Lewis Hamilton, der Zweiter wird. Für den größten Aufreger der Session sorgt der Cadillac von Sergio Perez, der brennend stehen bleibt.
Das Ergebnis: Mit einer Rundenzeit von 1:17,939 setzte sich Norris nicht nur in den Qualifying-Simulationen durch, sondern unterbot auch als einziger die 1:18er-Marke. Lewis Hamilton reihte sich 0,117 Sekunden dahinter ein und blieb damit nur zwölf Tausendstel vor Andrea Kimi Antonelli. Charles Leclerc und Oscar Piastri komplettierten die ersten Fünf.
George Russell war in Ungarn erneut in Problemen, leistete sich bei der Zeitenjagd im Samstags-Training mehrere Verbremser und landete letztendlich auch aufgrund von mangelnder Pace mit über sechs Zehntelsekunden Rückstand nur auf der sechsten Position. Max Verstappen wurde Siebter, vor Iscack Hadjar. Liam Lawson und Nico Hülkenberg komplettierten die Top-10. Gabriel Bortoleto im zweiten Audi wurde Elfter.
Die Zwischenfälle: Arvid Lindblad verpasste den Großteil des Trainings, da die Racing Bulls an seinem Auto als Vorsichtsmaßnahme die Power Unit tauschen mussten. Er rückte erst kurz vor Schluss aus. Nach etwas mehr als 20 Minuten stellte Sergio Perez seinen Cadillac mit starker Rauchentwicklung an der Hinterachse ab. Der Mexikaner vermeldete zunächst, dass er seinen Motor verloren habe, und dann, dass seine Bremsen in Flammen stehen.
Die Folge war eine mehrere Minuten andauernde Unterbrechung, ehe die Session mit 34 Minuten auf der Uhr wieder fortgesetzt wurde. Ebenfalls kurz vor dieser Unterbrechung gab es gleich zwei Zwischenfälle rund um Fernando Alonso, der zunächst beinahe mit seinem Teamkollegen Lance Stroll kollidiert wäre. Kurze Zeit später flog ein Teil von seinem AMR26 ab. Immerhin konnten beide Astons am Samstag wieder fahren, nachdem Stroll tags zuvor nach einem aus einem Defekt resultierenden Schaden das komplette FP2 verpasste hatte.
Das Wetter: Von Regen war in Ungarn während des dritten Trainings keine Spur – null Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Gleichzeitig lagen die Luft-Temperaturen aber bei angenehmen 24 bis 25 Grad Celsius, was die Streckenoberfläche auf 50 bis 53 Grad erhitzte. Im Vergleich zum Freitag hatte sich der Wind allerdings gedreht und blies somit in Richtung Kurve 1.



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