Audi brachte mehrere Updates an den Red-Bull-Ring. Der Unterboden, die Hinterachse und der Frontflügel wurden alle erneuert. Im Qualifying-Ergebnis in Österreich schlugen sich die Neuerungen allerdings nicht nieder. Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg schieden beide in Q2 aus. Über eine Zehntelsekunde trennte Bortoleto vom rettenden Ufer.
Und das trotz Zauber-Runde seitens Bortoleto. "Ich bin eine der besten Runden meiner Karriere gefahren", erzählte Bortoleto nach dem Formel-1Qualifying. Für mehr als Position 12 reichte es dennoch nicht. Liegt das auch am Audi-Motor?
Nico Hülkenberg: Ich habe einfach nicht den Rhythmus gefunden
"Eine große Veränderung merke ich nicht. Wir stehen so ziemlich da, wo wir immer stehen", fasste Nico Hülkenberg die bisherigen Update-Erkenntnisse zusammen. "Aber die anderen Teams entwickeln natürlich auch."
Ein großer Sprung durch das Update scheint Audi zumindest in Spielberg nicht gelungen zu sein. Im Qualifying in Spielberg war mehr der Rhythmus das Problem von Hülkenberg. "Auf einer Strecke wie dieser macht das einen großen Unterschied. Hier ist es immer unglaublich eng", so Hülkenberg.
Dazu kommt die Streckencharakteristik. Der Red Bull Ring hat gleich drei lange Geraden. Dem im Motoren-Vergleich etwas hinterherhinkenden Audi dürfte das kaum zugutekommen. Audi zog zwar bereits den ersten ADUO-Joker und brachte ein Update für den Motor in Barcelona. Doch ganz auf dem Level der Konkurrenz scheint Audi dennoch nicht zu sein. "Die Strecke liegt uns nicht ganz so gut wie Barcelona", weiß Hülkenberg. Über Position 14 kam er daher nicht hinaus.
Audi: Auch Gabriel Bortoletos Traumrunde reicht nicht für Q3
Gabriel Bortoleto schaffte es zwar zwei Plätze weiter nach vorne, doch das schaffte er nur dank einer laut eigener Aussage fast idealen Runde. "Das war eine wirklich unglaubliche Runde, eine der besten meiner Karriere", so Bortoleto.
Entsprechend nahm der Brasilianer Nico Hülkenberg mit einer Zeit von 1:07.293 Minuten auf der 4,326 Kilometer kurzen Strecke über drei Zehntel ab. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Runde heute und insgesamt damit, wie das Wochenende bisher verlaufen ist."
Von Platz zwölf sind die Punkteränge außerdem nicht weit entfernt. An den vergangenen beiden Rennwochenenden in Barcelona und Monaco verpasste er die mit Platz elf jeweils knapp. Doch darum geht es Bortoleto in erster Linie gar nicht. "Es geht darum den Fokus und das Selbstvertrauen wieder aufzubauen."
Hülkenberg ist für das Rennen optimistisch: Unsere Rennpace war besser
Und das Rennen? Vor allem Hülkenberg ist für den Sonntag optimistisch, trotz Starplatz 14. "Unsere Pace im Longrun sah vielversprechender aus als unsere Qualifying-Pace. Da die Temperaturen voraussichtlich hoch bleiben werden, werden vor allem Reifenmanagement und Zuverlässigkeit entscheidend sein", so Hülkenberg.
Im heißen Barcelona war Hülkenberg bis zu seinem Defekt in den Top-10 unterwegs. Auch Renndirektor Allan McNish rechnet sich Chancen aus. "Die Longrun-Pace war das ganze Wochenende lang vielversprechend."
Neben dem Qualifying gibt es auch Abseits der Strecke spannende Themen. Wir haben im folgenden Video darüber gesprochen. Jetzt anschauen!



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