Und auf einmal kämpfte Max Verstappen wieder um die Pole. Der mit Updates beflügelte Red Bull RB22 zeigte sich beim Formel-1-Heimspiel von seiner besten Seite. Nach dem ersten Versuch in Q3 fehlten Max Verstappen nur 60 Hundertstel zu Kimi Antonelli.

Und auch im zweiten Versuch war Verstappen wieder oben auf. Nach Bestzeit in Sektor 2 lag Verstappen gleich auf mit den beiden Ferrari-Piloten. Doch dann folgte der Schock. "Sobald ich das Lenkrad bewegt habe, ist das Auto einfach abgeflogen", beschreibt Verstappen. In Kurve neun hinein verlor der Niederländer den Red Bull und schlug in die Barrieren ein. "Das hat sich wie fehlender Abtrieb angefühlt", sagt Verstappen.

Verstappen und Red Bull rätseln: Was war das Problem?

Viel mehr Informationen hat auch Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies nicht. "Das war etwas ungewöhnlich. Wir warten noch auf das Auto um genau zu verstehen, was passiert ist", sagt Mekies bei Sky.

Verstappen bemerkte allerdings schon vor dem Crash etwas Ungewöhnliches am Auto. "In Kurve 6 in dieser Runde hatte schon ich ein seltsames Ruckeln. Das ist die zweitschnellste Kurve hinter Kurve 9. Als ich in Kurve 9 einfuhr, war das Auto weg."

Änderungen nahm Verstappen vor seinem letzten Versuch allerdings keine mehr vor. "Man versucht natürlich, ein bisschen mehr zu pushen, aber gleichzeitig auch nicht übertrieben viel. Man lässt sich vorher noch etwas Spielraum."

Mit den neuen Updates seitens Red Bull soll das allerdings nichts zu tun haben. "Das sind nur Updates und damit einfach nur mehr Performance. Das sollte nicht das Problem sein", sagt Verstappen. Genug Ersatzteile hat das Team mitgebracht. Verstappen wird daher mit den Updates an den Start gehen können.

F1-Update funktioniert: Kämpft Red Bull wieder um Siege?

Verstappen meldete sich mithilfe dieser Updates aber zumindest eindrucksvoll im Kampf um die vorderen Plätze zurück. Das Team nahm Änderungen an den Seitenkästen, dem Unterboden, der Motorabdeckung und an mehreren Aerodynamik-Bauteilen vor.

Ob Verstappens letzter Versuch für die Pole gereicht hätte, ist allerdings fraglich. George Russell schlug die Ferrari-Zeit mit über zwei Zehnteln Abstand, obwohl er zwischenzeitlich vom Gas ging. Ob Verstappens Zeit, die nach Sektor zwei auf Ferrari-Augenhöhe war, für Russell und Antonelli gereicht hätte, ist daher eher anzuzweifeln.

Nichtsdestotrotz: "Es gibt zwar ein paar Dinge, die wir auch mit dem Update noch verbessern können, aber insgesamt hat es funktioniert", sagt Verstappen. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies stimmt Verstappen bei Sky zu. "Es war vielleicht nicht gut genug für die Pole, aber gut genug für den Kampf um die erste Startreihe. Das zeigt, dass wir Fortschritte machen. Es geht in die richtige Richtung."

Nur ein Wermutstropfen bleibt für den vierfachen Weltmeister: „Es ist eine sehr kurze Runde. Da sind die Abstände immer etwas geringer“, so Verstappen.

Kann Max Verstappen im F1-Rennen in Österreich angreifen?

Immerhin: Mit seiner ersten Zeit in Q3 steht Verstappen noch immer auf Platz fünf. Viele Startplätze hat der Crash nicht gekostet. Ist mit dem neuen Update im Rennen etwas in Richtung Podium möglich?

"Der Rennverlauf war bisher meistens unsere Schwachstelle. Daher hoffe ich, dass es morgen etwas besser läuft, aber es gibt keine Garantien dafür“, sagt Verstappen.

Neben dem Qualifying gibt es auch Abseits der Strecke spannende Themen. Wir haben im folgenden Video darüber gesprochen. Jetzt anschauen!

Ferrari-Rückschlag! Mercedes muss F1-Update zurückrüsten (09:40 Min.)