Bei Red Bull Racing ist Feuer am Dach. Vor dem Formel 1-Heimrennen in Österreich gab es ein zweistündiges Meeting im Red Bull-Hauptquartier. Mit von der Partie waren neben Mark Mateschitz und Oliver Mintzlaff auch Teamchef Laurent Mekies, Max Verstappen sowie dessen Manager Raymond Vermeulen. Sogar Red-Bull-Mehrheitseigner Chalerm Yoovidhya soll für das Treffen extra nach Salzburg gereist sein.
Der Grund für die Krisensitzung ist offensichtlich: Nach den ersten sieben Saisonrennen dreht sich in der Formel 1 alles um die Frage, ob Ferrari Mercedes im WM-Kampf ernsthaft gefährden kann. Von den einst dominierenden Bullen spricht aktuell kaum jemand. Auch wenn man niemals den Fehler begehen sollte, die Kombination Verstappen/Red Bull abzuschreiben.
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Folgt in Österreich der Befreiungsschlag?
Allerdings hängt mit der Ausstiegsklausel in Verstappens aktuellem Vertrag ein Damoklesschwert über dem Rennstall aus Milton Keynes. "Wir möchten den Weg mit Red Bull weitergehen und Max seine Karriere hier beenden, aber natürlich mit der Möglichkeit zu gewinnen", teilte Verstappens Manager gegenüber der Bild-Zeitung mit. Aktuell rangiert Red Bull jedoch auf dem vierten Platz hinter Mercedes, Ferrari und McLaren.
Max Verstappen findet sich in der Fahrerwertung nur auf Platz sieben wieder. Die großen Hoffnungen ruhen nun auf dem Update-Paket, das Red Bull pünktlich zum Österreich GP im Gepäck hat. Es ist die zweite große Ausbaustufe der Saison, nachdem das Team bereits in Miami mit überarbeiteten Seitenkästen und einer eigenen Interpretation des markanten "Macarena-Flügels" experimentiert hatte.
Verstappen-Zukunft: Entscheidung vor der Sommerpause?
Ferrari hat es in Barcelona vorgemacht: Dank eines größeren Update-Pakets gelang der Scuderia ein echter Sprung nach vorne, der prompt im ersten Saisonsieg gipfelte. Kann Red Bull am Spielberg nachziehen? " Jeder in der Fabrik in Milton Keynes hat extrem hart an diesem Paket gearbeitet. Aber das Österreich-Update allein wird nicht ausreichen. Wir wissen, dass wir weitere Schritte brauchen werden", stellte Teamchef Laurent Mekies klar.
Aktuell beziffert Mekies den Rückstand auf die Spitze auf rund vier Zehntelsekunden. Wichtig ist, dass wir den kontinuierlichen Trend seit dem Japan-GP fortsetzen und näher herankommen - sprich, dass wir bald nicht mehr von vier Zehnteln sprechen, sondern hoffentlich von deutlich weniger." Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Gewichtsreduktion. Der RB22 schleppt noch immer zu viele Kilos mit sich herum, um das vorgeschriebene Mindestgewicht von 768 Kilogramm zu erreichen.
"Ich weiß, österreichisches Essen ist gut. Aber der Plan ist, dass das Auto dort ein bisschen weniger frisst und etwas Diät macht", scherzte Mekies galgenhumorig. Doch wenn Red Bull der Sprung nach vorne nicht bald gelingt, wird ihm auch Humor nicht mehr weiterhelfen. Vermeulen ließ durchblicken, dass im Verstappen-Lager zeitnah Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen: "Wir möchten, dass die Entscheidung bald fällt, damit jeder im Team weiß, woran er ist. Das Ganze könnte durchaus noch vor der Sommerpause passieren."



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