Es war einer der großen Hingucker beim vergangenen NLS-Rennwochenende auf dem Nürburgring: Toyota unterzog seinen brandneuen GR GT3 erstmals überhaupt öffentlichen Testfahrten und gewährte einen kleinen Einblick in den ersten GT3-Rennwagen des japanischen Autobauers.
Gazoo Racing, die Sportabteilung von Toyota, nutzte den Kollektiv-Test am Freitag vor dem NLS-Lauf, um weitere Nordschleifen-Kilometer auf die Neuentwicklung zu schrauben. Beim anschließenden 6-Stunden-Rennen am Samstag ging das Fahrzeug, das ab 2027 global in den Wettbewerb treten wird, nicht an den Start. Den Sieg sicherte sich übrigens Winward-Mercedes mit Luca Stolz und Ralf Aron, der sein erstes Rennen nach einer über fünfmonatigen Verletzungspause bestritt.

24h-Nürburgring-Sieger am Steuer des GR GT3
Die Gazoo-Crew wurde am Nürburgring unterstützt vom Team KCMG, das den GR GT3 möglicherweise nächstes Jahr bei Rennen auf der Nordschleife einsetzen wird. Als Fahrer kam unter anderem der frühere 24h-Nürburgring-Gesamtsieger Jesse Krohn zum Einsatz, der dieses Jahr für KCMG auf einem Mercedes-AMG GT3 beim Eifel-Klassiker angetreten war.
Der Rennstall aus Hong Kong setzte beim diesjährigen 24h-Rennen neben Krohn mit David Pittard auf einen weiteren 24-Stunden-Sieger. Die Japaner Naoya Gamou and Nirei Fukuzumi - beides Toyota-Gazoo-Piloten - komplettierten das Quartett.
Toyota bzw. Gazoo Racing hatte den GR GT3 im Dezember 2025 der Weltöffentlichkeit präsentiert. Eine Konzeptstudie des GT3-Boliden stand schon 2022 auf dem Tokio Auto Salon. Damals herrschte zunächst die Annahme, dass das Auto unter dem Lexus-Banner fahren und den in die Jahre gekommenen Lexus RC F GT3 ersetzen würde. Stattdessen hat sich Toyota dazu entschieden, den GR GT3 von einem neuen Serienmodell abzuleiten, das 2027 auf den Markt kommen soll.


Wo fährt der GR GT3 von Toyota 2027?
Beim GR GT für die Straße handelt es sich um einen Sportwagen mit Aluminiumrahmen und einer angepeilten Leistung von rund 650 PS sowie 850 Newtonmeter Drehmoment. Im Toyota GR GT mit Heckantrieb und Frontmotor werkelt ein neuentwickelter 4,0 Liter V8-Twinturbo, der von einem Hybridsystem unterstützt wird. Der GT3-Ableger kommt natürlich ohne Hybrid, aber mit den gleichen Motorenzutaten als Absprungbasis.
In welchen Serien und bei welchen Rennen der GR GT3 nächstes Jahr an den Start gehen wird, bleibt noch ein Geheimnis. Eine Teilnahme am 24h-Rennen Nürburgring ist ebenso wahrscheinlich wie in der WEC mit den 24 Stunden von Le Mans. Schließlich engagiert sich mit Akkodis bereits ein Lexus-Kundenteam in der Langstrecken-WM, in der Toyota zudem sein Hypercar einsetzt. Außerdem dürfte die Super-GT-Serie in Japan zu den Einsatzgebieten des GR GT3 zählen.


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