Für Fernando Alonso könnte der Start in die neue Ära der Formel 1 nicht schlechter verlaufen. Nach seinem McLaren-Honda-Albtraum erwartet ihn jetzt dasselbe in Grün. Das erste Freie Training in Australien musste der 45-Jährige aufgrund von Motorproblemen auslassen, in FP2 belegte er nach 18 Runden den vorletzten Platz. Teamchef Adrian Newey leidet mit seinem erfahrenen Piloten und findet aufmunternde Worte für den zweifachen Weltmeister.

"Fernando ist ganz klar einer der ganz Großen. Er hat einfach ein unglaubliches Können, ein außergewöhnliches Talent und ein außergewöhnliches Gesamtpaket", lobt Newey den Spanier. "Er ist ein toller Mensch und er hätte weit mehr Titel und Siege verdient."

Alonso muss weiter auf nächsten Formel-1-Sieg warten

32 Siege und zwei Weltmeisterschaften konnte Alonso während seiner über zwanzigjährigen Formel-1-Karriere einfahren. Sein letzter Sieg liegt jedoch schon dreizehn Jahre zurück und auch ein Podium blieb dem Spanier seit Brasilien 2023 verwehrt. Für Newey ist dennoch klar, dass Alonso auch mit Mitte 40 nichts an Klasse eingebüßt hat. "Er ist immer noch unglaublich schnell, unglaublich talentiert und unglaublich geistesgegenwärtig", so der Teamchef. "Wenn man mit ihm spricht, hat man nicht das Gefühl, dass er in irgendeiner Weise nachgelassen hat."

Mit dem derzeitigen Paket von Aston Martin wird jedoch vorerst nichts aus einem weiteren Alonso-Sieg. Der AMR26 ist derzeit klar das Schlusslicht im Feld. Vor allem der Honda-Motor bzw. die Vibrationen der Power Unit im Chassis machen den Fahrern ordentlich zu schaffen. Ob die Piloten den Belastungen im Cockpit eine gesamte Grand-Prix-Distanz standhalten, ist derzeit fraglich.

Nervenschäden-Risiko: Alonso schafft max. 25 Runden im Aston (18:29 Min.)

So will Newey den Rückstand wieder aufholen

"Wir wussten, dass es ein schwieriges Jahr werden würde", meint Newey, der bereits vor der Saison mit Problemen rechnete. "Wir haben sehr spät begonnen und mussten in einem extrem komprimierten Entwicklungszyklus arbeiten." Um genau zu sein, begann die Entwicklung des Chassis erst im März 2025, zu dem Zeitpunkt, als Newey offiziell zu Aston Martin wechselte.

Dennoch gibt sich das Design-Genie zuversichtlich. "Hoffentlich können wir mit dem Potenzial, das wir meiner Meinung nach immer noch im Chassis-Bereich haben, wieder aufholen", so Newey, der durch seine fortschrittlichen Designs bei Red Bull Racing Geschichte schrieb und genau aus diesem Grund auch zu Aston Martin geholt wurde.

Für Alonso gilt es nun, die Ruhe zu bewahren, auch wenn die aktuelle Lage für den Spanier sportlich und mental nur schwer zu ertragen scheint.