Lando Norris holt sich die Bestzeit beim Auftakt zum Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi. Der McLaren-Pilot umrundete den 5,281 Kilometer langen Yas Marina Circuit im 1. Freien Training in 1:24,485 Minuten und war damit minimal schneller als Titelkontrahent Max Verstappen.

Oscar Piastri, der dritte Titelkandidat im Bunde, musste wie acht weitere Formel-1-Fahrer beim Training zusehen. Die Teams nutzten die Gelegenheit, um ihre letzten verpflichtenden Rookie-Einsätze zu absolvieren.

Das Ergebnis: Schon früh in der Session kam es zum Mini-Showdown auf den Soft-Reifen. 0,008 Sekunden war Lando Norris darauf schneller als Max Verstappen im Red Bull. Weitere acht Tausendstel dahinter landete Charles Leclerc im Ferrari. Auch dahinter ging es eng zu: Kimi Antonelli auf Rang vier und Nico Hülkenberg auf Platz fünf fehlten nur anderthalb Zehntelsekunden.

George Russell landete auf Rang sechs vor Gabriel Bortoleto und Oliver Bearman. Carlos Sainz und Franco Colapinto komplettierten die Top-10. Ryo Hirakawa kam als bester Rookie auf Platz elf vor Isack Hadjar, die letzten acht Plätze wurden allesamt von Nachwuchsfahrern belegt.

Eingesetzte Nachwuchsfahrer beim 1. Freien Training in Abu Dhabi:

TeamNachwuchsfahrerErsatz für
McLarenPatricio O'WardOscar Piastri
FerrariArthur LeclercLewis Hamilton
Red BullArvid LindbladYuki Tsunoda
Aston MartinJak CrawfordLance Stroll
Aston MartinCian ShieldsFernando Alonso
AlpinePaul AronPierre Gasly
HaasRyo HirakawaEsteban Ocon
Racing BullsAyumu IwasaLiam Lawson
WilliamsLuke BrowningAlexander Albon

Die Zwischenfälle: Die Nachwuchsfahrer hatten weniger Probleme mit ihren Arbeitsgeräten, als vielmehr mit dem Verkehr. Immer wieder kam es zu haarigen Situationen, weil schnelle Autos auf langsame aufliefen. Bei Luke Browning lag es auch daran, dass der Funk zunächst nicht funktionierte. Ein Zwischenfall mit Browning und Isack Hadjar wurde von der Rennleitung notiert, die Stewards sahen aber keinen Grund, einzuschreiten.

Der Funk wird bei Charles Leclerc nicht dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass er sich am Ende der Session um die eigene Achse drehte. Beim Einlenken in Kurve 5 überholte ihn das Heck seines Ferrari. Der Monegasse drehte sich in die Auslaufzone, konnte aber ohne Probleme weiterfahren. "Ich glaube, Charles macht ein paar Donuts für die Fans", funkte sein Bruder Arthur Leclerc scherzhaft.

Die Technik: Nach 20 Minuten musste Oliver Bearman die Boxengasse ansteuern, weil die Haas-Ingenieure ein Hydraulik-Leck in den Daten erkennen konnten. Kurz darauf konnte er wieder zurück auf die Strecke, allerdings trat das Problem kurz darauf gleich wieder auf. Nach 18 Runden war die Session damit für ihn beendet.

Das Wetter: Normalerweise ist das 1. Freie Training in Abu Dhabi nicht repräsentativ - mit ein Grund, warum hier besonders viele Rookie-Einsätze absolviert werden. Weil Qualifying und Rennen bei Sonnenuntergang stattfinden, sind Training 1 und 3 in der Regel irrelevant. Tatsächlich war es am Freitag den ganzen Tag stark bewölkt, sodass auf dem Asphalt auch tagsüber lediglich 34 Grad Celsius gemessen wurden. Die Umgebungstemperatur betrug 27,5 Grad Celsius.

Haas-Teamchef Ayao Komatsu kam erst kurz vor dem 1. Training in Abu Dhabi an. Er kam direkt aus Japan angeflogen - wo es am Donnerstag große Neuigkeiten zu verkünden gab, wie euch Christian im Video verrät:

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