Oscar Piastri konnte beim Rennen in Las Vegas in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2025 erneut keinen Boden gutmachen. Während McLaren-Teamkollege Lando Norris den ersten Platz mit Max Verstappen ausmachte, mühte er sich den gesamten Grand Prix über im Verfolgerfeld ab. Am Ende wurden zwar beide McLaren-Fahrer disqualifiziert, der Australier kann angesichts der heutigen Performance über seine Situation aber nur noch lachen. Die WM ist praktisch abgeschrieben, ab Katar geht es nur noch ums Ego.
"Es ist wie es ist. Manchmal kannst du nur noch lachen und versuchen, in den Dingen irgendwie einen Lichtblick zu erkennen", so Oscar Piastri nach dem 22. von 24 Saisonrennen im Formel-1-Kalender 2025. Nach einem schwierigen Qualifying geriet er heute gleich beim Start erneut ins Hintertreffen. Das gesamte Rennen über kam er auf keinen grünen Zweig, überquerte die Ziellinie schlussendlich als Fünfter hinter Kimi Antonelli. Eine Strafe für den Mercedes-Fahrer beförderte ihn auf Platz vier, bevor die Disqualifikation folgte.
Für Oscar Piastri geht es beim Formel-1-Finale 2025 nur noch ums Ego
In der WM-Tabelle liegt er weiterhin 24 Punkte hinter Lando Norris, während Max Verstappen nun punktgleich mit ihm ist. "Ich bin jetzt natürlich in einer Position, in der ich [den Titel] nicht gewinnen kann, indem ich einfach nur Rennen gewinne", so der 24-Jährige. "Ich habe jetzt nur noch eine Außenseiterchance. Ich brauche Dinge, die für mich laufen, die außerhalb meines Einflusses liegen", macht er sich keine Illusionen. "Ich kann mich nur in die bestmögliche Position bringen, damit ich profitieren kann, wenn der Fall eintritt."
Wie Norris feierte er im laufenden Jahr schon sieben Siege. Seit sechs Rennen stand er jedoch nicht mehr auf dem Podium. Die letzten beiden Wochenenden in Katar und Abu Dhabi sollen ihm statt des WM-Titels vor allem wieder dieses Gefühl geben. "Für meinen Stolz, mein Ego und meine Chancen will ich die nächsten beiden Rennen gewinnen. Das ist alles, was ich tun kann. Wenn es für mich läuft, läuft es für mich, und wenn nicht, dann ist es, wie es ist."
Oscar Piastri nach Formel-1-Start in Las Vegas sauer auf Liam Lawson
Dass er in Las Vegas keine Punkte auf Lando Norris gutmachen würde, war für ihn schon nach dem Start des Rennens abzusehen. Von Startplatz fünf hatte er in Turn 1 eine Divebomb von Liam Lawson kassiert. "Ich habe das Gefühl, dass ich einer der wenigen Menschen war, die versucht haben, so zu bremsen, dass sie auch die Kurve kriegen". Ich wurde einfach bei Seite gerammt, aber das ist scheinbar okay", schimpft der McLaren-Fahrer, dass es für den Racing-Bulls-Rookie keine Strafe gab.
Er verlor dabei eine Position, hatte aber Glück im Unglück. "Ich denke, ich hatte keinen Schaden. Es war Rad-an-Rad-Kontakt, so hat es sich für mich angefühlt. Ich bin eigentlich ziemlich beeindruckt, dass ich danach noch vier Räder hatte", gibt sich Piastri zynisch. Danach hing er hinter Lawson fest und verlor im ersten Stint sogar noch eine Position an Charles Leclerc.
Oscar Piastri hadert in Las Vegas wieder mit seinem Formel-1-Auto
"Ich hatte im ersten Stint noch ein paar mehr Schwierigkeiten. Dann noch von Charles überholt zu werden, war natürlich nicht ideal", sagt er. Mit einem Undercut holte er sich den Platz vom Ferrari-Fahrer nach den Boxenstopps zurück. Er kam drei Runden vorher zum Reifenwechsel, steckte im zweiten Stint dafür hinter Kimi Antonelli: "In freier Fahrt war ich schnell, nur bevor ich freie Fahrt hatte und auch danach war es schwierig."
Nachdem er sich in Interlagos im McLaren zuletzt wohlfühlte, haderte er diesmal wieder damit, Pace aus dem Auto herauszuholen. "In letzter Zeit sind Dinge außerhalb meines Einflusses schiefgegangen, aber auch Dinge, die ich kontorllieren konnte. In diesem Rennen war es eine Kombination aus beidem. Ich muss ein paar Dinge aufarbeiten", so Piastri selbstkritisch. "Ich hatte hier und da Verbremser. Klar, das hier ist nicht mein Lieblingskurs. Aber ich war auch auf anderen Kursen, die nicht zu meinen Favoriten zählen, dieses Jahr schnell."
Update 11:15 Uhr MESZ: Dieser Artikel wurde nach der Disqualifikation beider McLaren-Fahrer aktualisiert.


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