Die Wechselspiele der MotoGP sind im vollen Gange und nun war am Montag Orange an der Reihe. Nachdem KTM bereits Vizemeister Alex Marquez für 2027 bestätigt hatte, legen die Österreicher zwei Stunden später mit dessen Teamkollegen nach. Mit Fabio Di Giannantonio kommt der derzeitige WM-Dritte nach Mattighofen.

"Fabio hat eindeutig einen Schritt nach vorne gemacht, um zu den beständigsten Spitzenfahrern in der MotoGP zu gehören. Seine Schnelligkeit und sein Engagement, die bestmögliche Leistung zu erbringen, stehen außer Frage. Er ist ein starker Teamplayer und ein toller Kerl, von dem wir wissen, dass er sich problemlos in unser Red Bull KTM Factory Racing-Projekt einfügen wird", freute sich Sportchef Pit Beirer über seinen zweiten Neuzugang.

Der Italiener selbst konnte aufgrund seines noch bis Ende der Saison 2026 bestehenden Vertrages bei VR46 keine Stellung nehmen. Auch Bilder mit dem Piloten wurden diesmal im Gegensatz zum Marquez-Deal nicht publik. Am Vormittag hatte die Mannschaft von Valentino Rossi die emotionale Abschiedsrede von Di Giannantonio veröffentlicht und damit den Wechsel indirekt angekündigt

KTM-Entscheidung bestätigt sich: Fabio Di Giannantonio in Hochform, Maverick Vinales kann kaum punkten

Ursprünglich war ein Platz im KTM-Werksteam ab 2027 für Maverick Vinales geplant gewesen. Doch der Tech3-Pilot tut sich mit den Langzeitfolgen der Schulterverletzung seines Unfalls am Sachsenring von vor einem Jahr extrem schwer. Zuletzt in Assen konnte er die schnellen Schikanen körperlich nicht bewältigen und hat bisher nur zehn WM-Punkte eingefahren. Vinales sieht sich übergangen und erhebt Vorwürfe gegenüber Mattighofen, mehr dazu in unserem Video:

KTM ist schuld! Maverick Vinales fürchtet MotoGP-Aus (06:49 Min.)

Im starken Kontrast dazu steht die Saison von 'Diggia'. Der Römer fährt sein bisher bestes Jahr, liefert konstante Spitzenresultate und ist damit derzeit sogar bester Ducati-Pilot der Fahrerwertung. Er zählt zu einem breiten Feld der realistischen Titelkandidaten. Mit diesen Leistungen überzeugte er KTM bereits im Mai von einer Verpflichtung. Angesichts der weiteren Entwicklung bei Vinales dürften Pit Beirer & Co. diese Entscheidung bisher auch keineswegs bereut haben. Wie bei Alex Marquez ist die genaue Vertragslänge nicht bekannt. Erneut war von einem 'mehrjährigen' Engagement die Rede.

Ihr wollt den Überblick, was sich alles in einer wilden 'Silly Season' am Fahrermarkt getan hat? Dann seid ihr hier an der richtigen Stelle: