Max Verstappen lieferte einmal mehr eine One-Man-Show ab und gewann unangefochten den Grand Prix in Austin - mit acht Sekunden Vorsprung auf seinen Verfolger Lando Norris. Damit machte er weitere Weltmeisterschaftspunkte auf die beiden McLaren-Piloten gut und hält nun bei 306 WM-Zählern.

In den bisherigen fünf Rennen nach der Sommerpause konnte Verstappen insgesamt 111 Punkte und damit die meisten im Feld einfahren. Sein Rückstand schrumpfte Wochenende für Wochenende und beträgt nach dem USA Grand Prix nurmehr 40 Punkte. Sollte er die Aufholjagd schaffen und sich beim Saisonfinale in Abu Dhabi 2025 seinen fünften WM-Titel sichern können, wäre dies ein historischer Moment für die Formel 1 - denn noch nie konnte ein Fahrer mit so hohem Punkterückstand nach der Sommerpause die Fahrer-Weltmeisterschaft noch für sich entscheiden.

Red-Bull-Star nimmt Titel-Dreikampf in der F1 gelassen

Verstappen sieht den Rückstand aber nicht als Druck an. Er geht gelassen in die abschließenden fünf Rennwochenenden, inklusive zwei weiteren Sprints. "Wir haben derzeit wirklich gute Wochenenden, aber für den Titel müssen wir bis zum Schluss perfekt sein. Wenn uns das gelingt, ist das hervorragend. Wenn nicht, dann haben wir unser Bestes gegeben und den Kampf zumindest bis zum Schluss spannend gemacht", so der vierfache Weltmeister. "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir uns dadurch unter Druck gesetzt fühlen - wenn überhaupt haben wir nur positiven Druck."

Genauso gelassen, wie die Interviews nach dem Grand Prix konnte Verstappen auch das Rennen in Austin bestreiten. Ein bisschen Schützenhilfe erhielt er dabei von Ferrari-Pilot Charles Leclerc. Dessen Überholmanöver verschaffte Verstappen den nötigen Vorteil, um vorne wegfahren zu können. Sein Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf über zehn Sekunden an - acht davon konnte er über die Ziellinie bringen. Die Lücke aufrechtzuerhalten war jedoch ein hartes Stück Arbeit für den Niederländer.

"Der erste Stint war entscheidend. Da konnte ich mir einen Vorsprung herausfahren. Auch der Kampf zwischen Charles und Lando hat geholfen. Wäre Lando nicht überholt worden, dann wäre der Abstand am Ende geringer gewesen", verrät Verstappen. Norris fuhr im Rennen bei freier Fahrt und gleicher Reifenwahl auf Augenhöhe mit Verstappen, manchmal war der Brite sogar einen Tick schneller.

Dennoch: Auch in den letzten neun Runden, als Leclerc bereits von Norris überholt worden war, kam der Brite nur schleichend an Verstappen heran. Der ausschlaggebende Punkt war laut dem Vierfachweltmeister das richtige Reifenmanagement. "Das Reifenmanagement war durch den Wind echt nicht einfach. Es war schwer, heute durch die äußeren Einwirkungen konstant zu bleiben, aber ich konnte die Lücke mit dem richtigen Management gut halten", so Verstappen.

Diese Woche geht der Dreikampf an der Spitze bereits in die nächste Runde. Auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko wartet das 20. Saisonrennen auf die F1-Welt. Max Verstappen hat dann erneut die Chance, die beiden McLaren-Piloten im WM-Kampf unter Druck zu setzen und ihnen vielleicht weitere WM-Zähler zu stibitzen.