Rafel Câmara krönte sich in Ungarn vorzeitig zum Formel-3-Meister und löst damit Leonardo Fornaroli ab. Dieser gewann im Jahr zuvor auch mit Trident den Titel. Das Rennwochenende der Juniorserie in Monza steht noch aus. Mittlerweile hat er schon 48 Punkte Vorsprung auf den ersten Konkurrent Mari Boya. Der Brasilianer tritt damit allerdings auch in die Fußstapfen von Gabriel Bortoleto, der 2023 auch die Formel 3 gewann, ebenfalls mit Trident.

Rafael Câmara: Saison-Vorbereitung war gleich

Sogar die Ingenieure und die Seite des Teams ist bei Câmara dieselbe wie noch 2023 bei Bortoleto. "Alle sind seit, glaube ich, über zehn Jahren zusammen, jeder kennt jeden. Meine Gruppe, mein Team – meine Mechaniker und mein Ingenieur – sind dieselben wie bei Gabi [Bortoleto, Anm. d. Red.] . Es war super, mit ihnen zu arbeiten“, berichtet der frischgebackene F3-Meister.

Das Vertrauen des Fahrers in die Ingenieure spielt für ihn eine wichtige Rolle. "Die Art und Weise, wie wir uns auf die Saison vorbereitet haben, wie viel Arbeit die Menschen in diese Meisterschaft gesteckt haben, insbesondere die Ingenieure, die fast jeden Tag arbeiten. Das macht uns Fahrer ruhiger und gibt uns mehr Vertrauen in das Umfeld", sagt Câmara.

Im Gegensatz zu Bortoleto ist Camara allerdings Ferrari-Junior. Einen Sitz in der Formel 2 für 2025 hat er noch nicht. Das dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein. Im Idealfall führt sein Weg so in die Formel 1

Rafael Câmara räumt in der Formel 3 ab

Für seine erste Saison sind die Statistiken des Brasilianers herausragend. Schon vor Ende der Saison hat Câmara vier Siege, fünf Pole-Positions und fünf Podestplätze eingefahren und die Saison damit bisher überlegen gewonnen. Der nächste Trident-Pilot ist erst auf Position sechs zu finden, mit nicht einmal der Hälfte von Câmaras Punkten.

"Nach all der Vorbereitung will man natürlich immer gewinnen, man geht immer mit dem Gedanken in eine Meisterschaft, dass man sie gewinnen kann, und denkt, dass man um alles kämpfen wird", so Câmara.

"Aber ich wusste nach Australien, dass wir gut aufgestellt waren. Ich musste mich also nur noch gut im Team positionieren. Ich musste verstehen, was ich jedes Wochenende tun musste. Ich achte darauf, immer konstant zu fahren. Als Rookie war das meiner Meinung nach ein sehr gutes Jahr", verrät Câmara.

Beim Saisonabschluss in Monza will er nur wegen des gewonnenen Titels aber noch nicht nachlassen. "Jetzt werde ich versuchen, mich auf Monza zu konzentrieren und mit einem Topergebnis abzuschließen."

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