Wer am kommenden Formel-1-Wochenende in Spanien im ersten Freien Training in die Williams-Garage neben Carlos Sainz schaut, wird vergebens nach Alex Albon suchen. Anstatt des Thai-Briten wird Victor Martins das erste Training für das britische Traditionsteam bestreiten und sein Debüt in der Königsklasse feiern.

"Ich bin superglücklich, in Barcelona das erste Mal ins Lenkrad des FW47 greifen zu dürfen", so Martins. "Ich bin allen bei Williams sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit geben." Diese Möglichkeit hatte der französisch-portugiesische Formel-2-Fahrer bei seinem vorherigen Team Alpine nie bekommen.

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Nach TPC-Tests darf Martins, der erst seit diesem Jahr Teil des Williams-Nachwuchsprogramms ist, nun erstmals in einem aktuellen Formel-1-Boliden Platz nehmen und zwischen seinen Formel-2-Sessions Königsklassen-Luft schnuppern. In der Formel 2 belegt Martins derzeit den achten Rang in der Gesamtwertung.

Insgesamt viermal müssen die Formel-1-Teams 2025 einen Nachwuchsfahrer ins Cockpit lassen. Im vergangenen Jahr waren es noch zwei Einsätze. Für Williams wird es in Spanien der zweite Einsatz eines Rookies werden. Beim vierten Saisonrennen in Bahrain pausierte Carlos Sainz für Luke Browning, der im Training fast mit Alexander Albon kollidierte.

Mit dem geplanten zweiten Rookie-Einsatz ist Williams deutlich weiter als die Konkurrenz um McLaren. Der Konstrukteurs-Weltmeister ließ in dieser Saison bisher noch keinen Nachwuchsfahrer ans Steuer, hat lediglich fast ein halbes Jahr im Voraus einen Rookie-Einsatz angekündigt. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel: