Dieses Wochenende steht der prestigeträchtige Monaco Grand Prix als zweites Rennen des aktuellen Formel-1-Triple-Headers an. Und was machen die Piloten im Vorfeld des Rennwochenendes? Sie gehen ins Kino! Während Fans sich noch bis zum 25. Juni gedulden müssen, bekamen Nico Hülkenberg & Co. den neuesten Streifen von Jerry Bruckheimer in einer exklusiven Vorpremiere zu sehen.

Hülkenberg nimmt sich Brad Pitt als Vorbild

"Das ist mit Abstand der beste Rennfilm aller Zeiten", schwärmte Esteban Ocon. Im Streifen F1 spielt Brad Pitt den alternden Fahrer Sonny Hayes, der zurückgeholt wird, um einen kriselnden Formel-1-Rennstall zu retten. "Ganz ehrlich, er hat einen beeindruckenden Job gemacht. Er hat definitiv seine Hausaufgaben erledigt", lobte Oliver Bearman die Performance von Pitt. Nico Hülkenberg scherzte über den 61-jährigen Hollywoodstar als F1-Fahrer: "Er ist mein Vorbild, das ist mein neues Ziel."

Neben Pitt sind zahlreiche weitere große Namen mit von der Partie. Als Produzent fungierte Ferrari-Pilot Lewis Hamilton. Laut Ocon ist die Handschrift des siebenfachen F1-Weltmeisters deutlich zu erkennen. "Man sieht, wo Lewis seine Hand im Spiel hatte, um alles so realistisch wie möglich darzustellen", schwärmte der 28-Jährige und plauderte dabei weiter aus dem Nähkästchen. "Was ich wirklich gut fand, ist, dass sie im letzten Rennen nicht einfach davonfliegen und gewinnen, sondern dass etwas passiert, das zur roten Flagge führt. Dadurch kommen sie nicht ins Q3 und haben dann die neuen Reifen [an dieser Stelle wurde Ocon darauf hingewiesen, den Film nicht zu spoilern; Anm. der Red.]."

F1 - Der offizielle Trailer zum Formel-1-Film 2025 (02:29 Min.)

F1-Kinofilm: Liebe zum Detail

Das meiste Lob bekam der Film für seine großartigen Action-Aufnahmen und seine Liebe zum Detail. "Es gibt nicht 20 Gänge. Er nimmt nicht während des gesamten Rennens 20 Prozent vom Gas und geht am Ende auf 20 Prozent, wie man es in anderen Filmen sieht. All diese Dinge ergeben Sinn", meinte Esteban Ocon. Die Formel 1 stellte sich stets voll hinter den Film, lieferte echtes Bildmaterial. Einige Szenen des Films wurden letzte Saison am Rande echter Rennen gedreht, unter anderem in Silverstone, Budapest und Monza. Trotzdem bleibt es ein Hollywood-Film – und das ist auch gut so, findet Charles Leclerc.

"Natürlich sehen wir den Film aus unserer Sicht als Formel-1-Fahrer und bemerken all die kleinen Details, die nicht stimmen. Es ist eben ein Hollywood-Film für ein breites Publikum, aber ich finde ihn sehr cool und toll für den Sport", sagte Leclerc. Für Hülkenberg vermittelt der Film ein umfassenderes Bild und blickt anders als 'Drive to Survive' tiefer hinter die Kulissen. "Es ist eine neue, frische Perspektive. Man erzählt der Öffentlichkeit, was die Teams und die Fahrer machen, was vor sich geht und wie viel Arbeit dahintersteckt", erklärte der Deutsche. Der gleichen Meinung ist auch Fernando Alonso: "Ich finde, dass der Film die Formel 1 und den sportlichen Aspekt ziemlich gut darstellt."

Verstappen & Stroll lassen Vorpremiere sausen

Die Formel 1 postete auf Social Media Fotos von der Vorpremiere. Auf dem Gruppenbild sind allerdings nur 18 der aktuellen 20 Formel-1-Fahrer zu sehen. Max Verstappen und Lance Stroll fehlten. Anstatt Brad Pitt und Co auf der Leinwand zu beobachten, bestritt Verstappen unter seinem Alter Ego Franz Hermann einige Online-Rennen in iRacing. Während Verstappen völlig gelassen seine Abwesenheit erklärte, hielt sich Stroll bedeckt. Auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com nach dem Grund sagte der Aston-Martin-Pilot: "Just stuff" (Übersetzt: "Einfach so Zeug").

Bei der Privatvorstellung des F1-Films wurde selbst der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton nervös. Drei weitere Film-Projekte sind schon in Planung. Mehr dazu: