Erst am 31. Januar wird der Nachfolger des 2005er Weltmeisterautos in Monaco das Licht der Welt erblicken. Wie in den Vorjahren wird der Bolide aus Enstone und Viry-Châtillon aber schon in den Wochen davor seine ersten Testkilometer unter die Michelin-Walzen nehmen.

Nachdem der R26 seinen ersten Test auf dem Prüfstand überstanden hat, soll er bereits in der kommenden Woche in Jerez de la Frontera erstmals auf der Rennstrecke zu bewundern sein.

Bislang waren die Franzosen im Verlauf der Wintertests nur mit einem gedrosselten R25 angetreten. Das Team sah keinen Sinn darin einen teuren Interimswagen zu bauen.

Nach dem Toyota TF106 und dem Red Bull Ferrari RB2 wird der R26 der dritte Wagen der 2006er Generation sein. Das Roll-Out wird voraussichtlich Giancarlo Fisichella übernehmen.

Durch den frühen Testbeginn mit dem neuen Boliden hoffen die Gelb-Blauen etwaige Zuverlässigkeitsprobleme frühzeitig ausmerzen zu können, um so wie im Vorjahr mit einem schnellen und zuverlässigen Paket in die Saison starten zu können. 2005 konnten Fisichella und der spätere Weltmeister Fernando Alonso die ersten vier Rennen in Serie gewinnen.

"In diesen ersten Saisonrennen haben wir die Weichen für den Rest des Jahres gestellt", erinnert sich Chefrennnigenieur Pat Symonds zurück. "Jedes Rennen ist nur 10 Punkte wert, aber der menschliche Faktor darf nicht übersehen werden. Der erste Sieg motiviert das gesamte Team und die Zuversicht wächst. Laut der Mathematik sind die ersten Rennen genauso wichtig wie die anderen, aber für das Selbstvertrauen sind sie viel mehr wert."