Drei Rennen, drei Punkteplatzierungen und jüngster Raceleader in der Formel 1-Geschichte. Für die einen hat Mercedes-Rookie Andrea Kimi Antonelli einen starken Formel-1-Start hingelegt, für die anderen hat das kolportierte Wunderkind noch kein wahres Ausrufezeichen setzen können. Wie gut, dass der 18-Jährige mit Valentino Rossi einen neunfachen MotoGP-Champion in seiner Ecke hat.

Rossi kennt das Motorsport-Geschäft und lässt Antonelli an seiner langjährigen Erfahrung teilhaben - zuletzt beim gemeinsamen Kartfahren in Migliaro. "Valentino ist so ein cooler und umgänglicher Typ. Wir hatten einen schönen Tag und haben viel gelacht", schwärmte Antonelli. "Er hat mir ein paar Geschichten aus seiner MotoGP-Zeit erzählt - auch ein paar lustige, aber die kann ich jetzt nicht wirklich erzählen." Rossi postete mehrere Bilder mit Antonelli auf seinen Social-Media-Kanälen.

Antonelli blickt zu Rossi auf

Rossi gilt im Motorradsport als Legende: 423 Starts, 115 Siege, 65 Pole Positions und 96 schnellste Rennrunden. Seit seinem MotoGP-Rücktritt 2021 zeigt 'Il Dottore' regelmäßig sein Können auf vier Rädern. 2025 bestreitet der 46-jährige Italiener seine zweite Saison für BMW in der WEC. "Er ist im Sport so eine großartige Persönlichkeit. Ich schaue zu ihm auf und bin dankbar, dass er mich unterstützt", erklärte der Mercedes-Pilot, der sich dieses Jahr das eine oder andere MotoGP-Rennen live ansehen möchte.

In der Vergangenheit saß Valentino Rossi auch am Steuer von F1-Boliden – 2017 im Mercedes von Lewis Hamilton und 2006 im Ferrari F2004 von Michael Schumacher. Entsprechend nimmt Antonelli jeden Ratschlag von Rossi dankend an. Einer ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben. "Er hat mir gesagt, ich solle mich vor allem auf mich selbst konzentrieren, ohne mich von anderen ablenken zu lassen. Ich soll den Prozess genießen und immer mein Bestes geben", sagte der Mercedes-Pilot.

Italien wartet auf den nächsten Formel-1-Champion

Italien hat in der Geschichte der Königsklasse zahlreiche Piloten gehabt, doch in den vergangenen Jahrzehnten ertönte kaum noch die italienische Hymne auf dem Siegerpodest. Der letzte Sieger hieß Giancarlo Fisichella. 2006 gewann der damalige Renault-Pilot den Großen Preis von Malaysia vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso. Nur zwei Italienern gelang es den Fahrertitel zu holen: Giuseppe Farina (1950) und Alberto Ascari (1952, 1953). Der letzte Konstrukteurstitel ging 2008 an Ferrari.