Seit Jahren gibt es inzwischen in der Formel 1 für alle Teams die Verpflichtung, mehrmals im Laufe der Saison für ein 1. Freies Training einen Nachwuchspiloten einzusetzen. 2025 wurden diese Verpflichtungen sogar noch erweitert. So plant Ferrari bereits beim vierten Grand Prix des Jahres in Bahrain, Dino Beganovic für 60 Minuten den SF-25 fahren zu lassen.

Beganovic wird am 11. April in Bahrain FP1 für die Scuderia bestreiten. Charles Leclerc muss dafür zusehen und wird erst ab dem 2. Freien Training in das Bahrain-Wochenende eingreifen. Für den 21-jährigen Schweden Beganovic ist es die erste Chance, ein Formel-1-Auto in einer offiziellen Session an einem Rennwochenende zu bewegen.

Im Winter saß Beganovic davor schon bei Testfahrten in Barcelona in einem zwei Jahre alten F1-Ferrari. 2025 ist sein Vollzeit-Job der eines Formel-2-Fahrers mit Hitech, seine erste volle Saison in der Serie. Ferrari fördert ihn seit seinem Aufstieg aus dem Kart- in den Formelsport 2020. 2022 feierte er mit Prema in der europäischen Formula Regional seine bisher einzige Formel-Meisterschaft. 2023 und 2024 wurde er in der Formel 3 zweimal Gesamt-Sechster.

Neue F1-Regel erzwingt 2025 noch mehr Rookie-Trainings

Beganovic ist der erste echte Nachwuchsfahrer, der 2025 in einem Training eingesetzt wird. Solche Einsätze verpflichtet das Sportliche Reglement. In den letzten Jahren waren zwei verpflichtend, 2025 wurde das noch einmal angehoben. Jetzt muss jedes Team insgesamt vier Mal einen Rookie für FP1 (oder FP2) ins Auto lassen - genauer gesagt zwei Mal pro genanntem Auto.

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Beganovic ersetzt in Bahrain Charles Leclerc. Im weiteren Saisonverlauf muss Leclerc dann noch einmal, sein Teamkollege Lewis Hamilton noch zwei Mal Platz machen. Aufgrund der Definition des Reglements können sich hier übrigens jene Teams mit Vollzeit-Rookies zwei Einsätze sparen. Denn die Vorgabe lautet lediglich, dass in zwei Trainings pro Auto ein Fahrer mit maximal zwei Grand-Prix-Starts fahren muss.

Diese Vorgaben erfüllten in den ersten Trainings natürlich die Rookies Kimi Antonelli (Mercedes), Jack Doohan (Alpine), Isack Hadjar (Racing Bulls) und Gabriel Bortoleto (Sauber) bereits. Diese Teams müssen im weiteren Saisonverlauf nur ihre erfahrenen Stammfahrer noch zweimal pausieren lassen.