Nelson Piquet - Ausfälle, Crashgate, Rausschmiss

Als Sohn eines dreifachen Formel-1-Weltmeisters sind die Erwartungen erfahrungsgemäß hoch. Doch Nelson Piquet junior konnte diese nicht einmal annähernd erfüllen. In den ersten sieben Rennen seiner Debütsaison fiel der Brasilianer fünf Mal aus und auch in den beiden Rennen, in denen er die Zielflagge sah, blieb er punktelos. Die restliche Saison wurde es nicht viel besser - einziger positiver Ausreißer war ein 2. Platz in Deutschland.

Trotz der wenig überzeugenden Performance sitzt Piquet junior auch 2009 im Cockpit - ob die Crashgate-Affäre etwas damit zu tun hatte? So oder so war in seinem zweiten Renault-Jahr nach zehn Rennen Schluss. Teamchef Flavio Briatore machte mit seinem Fahrer kurzen Prozess und ersetzte ihn durch Romain Grosjean. Sein fahrerisches Talent bewies Piquet junior mit dem Gewinn der Formel-E-Meisterschaft 2014/2015.

Dreher auf der Strecke von Yuji Ide
Yuji Ide fiel vor allem durch Fehler auf, Foto: IMAGO / HochZwei

Yuji Ide - 10 Sekunden Rückstand & Lizenz-Entzug

Yuji Ide ist den wenigsten Motorsport-Fans ein Begriff - verständlich. Der Auftritt des Japaners auf der F1-Bühne war zu kurz und zu schlecht, um irgendwie in den Geschichtsbüchern aufzutauchen. 2006 ging Ide für Super Aguri an den Start und fuhr schon im ersten Rennen dem Feld hoffnungslos hinterher. Im Qualifying zum Australien GP fehlten ihm auf die Bestzeit 10,5 Sekunden.

Nach vier Grand Prix war Ide sein Formel 1-Cockpit auch schon wieder los, doch das war noch nicht mal das Schlimmste. Wegen seiner gefährlichen Fahrweise - ein Crash mit Minardi-Fahrer Christijan Albers in Imola brachte das Fass zum Überlaufen - entzog die FIA dem Japaner sogar die Superlizenz. Hier gibt es einen Blick in die Geschichte der japanischen Fahrer in der Königsklasse.

McLaren, Nigel Mansell, Kommandostand
Zum Zusehen verdammt: Nigel Mansell, Foto: IMAGO / WEREK

Nigel Mansell - Wenn das Cockpit zu eng ist

Manche Rennfahrer wissen, wann sie aufhören müssen, andere nicht. In der Retroperspektive hätte sich Nigel Mansell nach seinem Sieg in Adelaide 1994 glorreich aus der Formel 1 verabschieden sollen. Doch die Realität sah schmerzlich anders aus. Nachdem sich Williams für David Coulthard als Stammfahrer entschied, heuerte der Brite bei McLaren an.

Die ersten beiden Saisonrennen bestritt allerdings nicht Mansell, sondern Testfahrer Mark Blundell. Der Grund: Mansell passte nicht ins Cockpit des McLaren MP4/10. McLaren nahm Modifizierungen am Boliden vor, doch selbst mit mehr Platz im Cockpit kam Mansell mit den Eigenheiten des Autos nicht klar. Nach zwei absolvierten Grand Prix war die Paarung Mansell/McLaren Geschichte - sowie auch die F1-Karriere von Mansell. Die restliche Saison saß Blundell im MP4/10.

Abflug von Minardi-Fahrer Tarso Marques
Marques hatte mit dem Minardi zu kämpfen, Foto: IMAGO / HochZwei

Tarso Marques - Chancenlos gegen Fernando Alonso

Obwohl Tarso Marques in seinen beiden Jahren (1996, 1997) bei Minardi keinen einzigen WM-Punkt einfuhr, holte ihn der Rennstall 2001 wieder ins Cockpit zurück. Sein Pech war, dass sein Teamkollege ein aufstrebendes, spanisches Talent namens Fernando Alonso gewesen ist. Im Qualifying wurde Tarso vom 20-Jährigen vollkommen rasiert - mit Ausnahme eines Rennens startete Marques immer aus der letzten Startreihe. Nach dem Großen Preis von Belgien musste der Brasilianer sein Cockpit räumen. Teamchef Paul Stoddart setzte Paydriver Alex Yoong ins zweite Minardi-Cockpit. Marques fuhr nach seiner F1-Zeit wenig erfolgreich in der Stock Car Brasil. Lies mehr über die Story von Minardi in der Formel 1 .

Michael Andretti im McLaren
Andretti im McLaren, Foto: IMAGO / HJS

Michael Andretti - Zweimal in der Formel 1 gescheitert

1993 ging Michael Andretti an der Seite von Ayrton Senna für McLaren an den Start, wobei er die Saison nicht zu Ende fuhr. Nach 13 Rennen wurde er durch Mika Häkkinen ersetzt. Einziges Glanzlicht blieb ein dritter Platz beim Italien GP in Monza. Als Neunter gestartet, wurde er durch Kollisionen (Berger, Senna), Ausfällen (Suzuki, Herbert) und Motorschäden (Schumacher, Prost) der Konkurrenz auf das Podest gespült. Wie seine aktive F1-Karriere blieb auch sein Versuch eines Andretti F1-Teams erfolglos. Aus Andretti wurde Cadillac - 2026 steigt das Werksteam in die Königsklasse ein.

Der Red Bull Fahrer-Fluch hat ein neues Opfer gefordert: Liam Lawson fliegt schon nach nur zwei Formel-1-Rennen raus. Wird es mit Yuki Tsunoda besser?

Red Bull wirft Lawson raus! Tsunoda das nächste Formel-1-Opfer? (11:17 Min.)