Die letzte Trainingsbestzeit der Formel-1-Saison 2024 geht an Oscar Piastri. Der McLaren-Pilot umrundete den 5,281 Kilometer langen Yas Marina Circuit im 3. Freien Training zum Abu Dhabi GP in 1:23,433 Minuten und ließ damit Teamkollege Lando Norris knapp hinter sich. Wie schon am Vortag dominierte McLaren das Geschehen. Allerdings waren die Bedingungen nicht repräsentativ für das Qualifying heute am frühen Abend [siehe Abschnitt Wetter].
Das Ergebnis: Knapp zwei Zehntelsekunden legte Piastri zwischen sich und Teamkollege Norris. Dahinter klaffte bereits eine größere Lücke. Lewis Hamilton fehlten schon vier Zehntelsekunden auf die Bestzeit. Nur wenige Tausendstel dahinter sortierte sich Weltmeister Max Verstappen vor Carlos Sainz im besseren der beiden Ferrari ein.
George Russell musste sich mit mehr als sechs Zehntel Rückstand mit Rang sechs zufriedengeben. Dahinter machten die beiden Haas-Piloten erneut einen starken Eindruck: Nico Hülkenberg wurde Siebter, Kevin Magnussen Achter. Erst dahinter sortierte sich Charles Leclerc im zweiten Ferrari ein. Sergio Perez komplettierte die Top-10.
Die Reifenstrategie: Wie üblich übten alle Piloten auf den Soft-Reifen für die Qualifikation. Nur Max Verstappen und Carlos Sainz fuhren zu Beginn der Session noch auf Medium. Weil beide im 1. Freien Training durch Rookies ersetzt wurden, hatten sie am Wochenende eine andere Reifenstrategie. Die schnellen Runden wurden aber allesamt auf Soft absolviert.
Die Zwischenfälle: Nachdem sich in den ersten 15 Minuten nur die beiden Aston-Martin-Fahrer und die beiden Alpine-Piloten auf die Strecke verirrten, gab es zunächst wenig Action. Fernando Alonso sorgte für Schmunzeln vor den Bildschirmen, als er einem Vogel auswich, der plötzlich auf der Geraden zum Sinkflug ansetzte. Sowohl Fahrer als auch Vogel blieben bei der Einlage unbeschadet.
Die Technik: Bei seinem ersten Outing verzweifelte George Russell mit seinem Mercedes. "Ich weiß nicht, warum ich so langsam bin", funkte er an seine Ingenieure. Genaueres Feedback gab es aber nicht: "Es fühlt sich ziemlich normal an, nur langsam." Tatsächlich war Russell auf dem ersten Reifensatz rund eine Sekunde langsamer als Teamkollege Lewis Hamilton. Später in der Session lief es deutlich besser.
Aufmerksame Beobachter konnten bei beiden Ferrari eine leichte Rauchentwicklung sehen. Der leicht bläuliche Rauch deutet eigentlich auf verbranntes Öl hin, doch auf den TV-Bildern sah man immer Rauch aufsteigen, wenn die Autos mit dem Unterboden aufsetzten. Die Ferrari-Ingenieure schienen davon nicht beunruhigt. Leclerc muss in der Startaufstellung nach einem Batteriewechsel am Freitag ohnehin zehn Plätze nach hinten.
Das Wetter: Weil das 3. Freie Training noch bei Tageslicht stattfand, waren die Bedingungen nicht besonders repräsentativ. Knapp 40 Grad Asphalttemperatur werden beim Qualifying der Formel 1 heute um 18:00 Uhr Ortszeit (15:00 Uhr MEZ) unter Flutlicht nicht mehr erwartet. Die Umgebungstemperatur von 28 Grad Celsius dürfte nur geringfügig absinken.



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