Seit dem Miami GP hat McLaren auf den meisten Strecken das schnellste Formel-1-Auto im Feld. Das Update, das die Briten beim 6. Rennen der Saison 2024 brachten, schlug ein. Seither haben die Ingenieure den MCL38 nur moderat angefasst. In Austin kam das erste größere Paket, doch der sensible Unterboden blieb unangetastet.
In Mexiko wies die Update-Liste schließlich ein Unterboden-Update bei McLaren aus. Dabei wurde der Unterboden-Körper, der besonders sensible Bereich „stark überarbeitet“, wie es von McLaren selbst heißt. Der Unterboden-Körper wurde dabei in allen Bereichen verändert, man erhofft sich mehr generellen Abtrieb.
McLaren versteckt neuen Unterboden noch
Bei der üblichen Fahrzeugpräsentation vor dem 1. Training konnte der neue Unterboden aber noch nicht begutachtet werden. McLaren hat nur ein Exemplar des Updates mit in Mexiko und startete die Trainingssitzung noch mit der alten Spezifikation.
Wie schon zuletzt kommt zunächst nur Titel-Aspirant Lando Norris in den Genuss des Updates. Teamkollege Oscar Piastri musste schon auf das komplette Austin-Update ein Rennen warten, nun ereilt ihn das gleiche Schicksal beim Unterboden.
Im 1. Training konnte aber auch Norris keine Erfahrung mit dem Update sammeln, weil Nachwuchsfahrer Pato O’Ward das Cockpit des Briten übernahm. Während der Session wechselten die Mechaniker am Auto des Mexikaners den Unterboden.
Bremst Pirelli die ersten Unterboden-Tests
Im 2. Training kann sich Norris aber nicht ausschließlich auf die neuen Teile konzentrieren. Denn die Nachmittagssitzung wurde zwar um eine halbe Stunde auf insgesamt 90 Minuten verlängert, allerdings müssen alle Piloten ein spezielles Testprogramm für Pirelli abspulen, bei dem keine Setup-Änderungen vorgenommen werden dürfen.
Alle Fahrer, die im 1. Training für einen Nachwuchsfahrer weichen mussten, erhalten aber einen zusätzlichen Satz Medium-Pneus für das 2. Training. Dieser Satz darf erst eingesetzt werden, wenn das komplette Pirelli-Programm abgespult wurde. Dann dürfen auch noch Setup-Änderungen vorgenommen werden. Pirelli rechnet damit, dass der Reifentest zwischen 60 und 70 Minuten erfordert.
Abgesehen vom McLaren-Unterboden gibt es in Mexiko kaum spannende Performance-Updates. Die meisten Teams konzentrieren sich auf spezielle Kühlpakete für die außergewöhnlichen Bedingungen auf 2.200 Meter Höhe. Nur die Racing Bulls brachten ebenfalls einen neuen Unterboden mit, Williams hat einen neuen Beamwing im Gepäck.
Die Updates sind bei McLaren aber nicht der einzige Diskussionspunkt. Die Strafe gegen Lando Norris aus dem USA-GP hallte auch in Mexiko-Stadt noch nach. Alles dazu in unserem Donnerstags-Vidoe.



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